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Technik kennt offenbar keine Grenzen

Ernte- und Feldtag Technik kennt offenbar keine Grenzen

Die Entwicklung der Erntetechnik ist mehr als erstaunlich. Die Landtechnikfreunde aus Niederwalgern wollen die fortschrittlichen Veränderungen an einem Aktionstag für die ganze Familie im August darstellen.

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Die Landtechnikfreunde sind ein lockerer Zusammenschluss Gleichgesinnter. Hier haben sie sich um den „Roten Baron“, einem Mähdrescher von 1968 gruppiert.

Quelle: Götz Schaub

Niederwalgern. Einige Äcker sind schon frisch umgepflügt, auf anderen kämpfen sich kleine Pflanzen durch den Restschnee an die Oberfläche, nur um dort von kalten Graupelschauern empfangen zu werden. Auch wenn es zum Frühlingsanfang nicht danach aussieht, es wird wieder einen Frühling und es wird auch wieder einen Sommer geben und deshalb wird es auch wieder etwas zu ernten geben.

Je nach Wetterlage und Erntefortschritt im August wollen die Landtechnikfreunde aus Niederwalgern zusammen mit Bürgern, Freunden aus Nachbarorten und den Traktorfreunden aus Lohra auf einem Feld am Funpark in Niederwalgern alle Interessierten zu einem Ernte- und Feldtag einladen. Hier bekommen die Besucher eine Menge geboten. Insbesondere sollen auch mal Vertreter der jüngeren Generation sehen, wie früher auf dem Feld gearbeitet wurde. „Es geht uns darum die Entwicklung der Landmaschinentechnik bei der Getreideernte und der anschließenden Feldbestellung bis hin zur Neueinsaat der Ackerflächen darzustellen“, sagt Reinhold Deutsch, der einige seiner Sammlerstücke ausstellen wird. Mit dem „Roten Baron“ einem Mähdrescher von Massey-Ferguson mit einem 30-PS-Dieselmotor war man in den 60er Jahren richtig gut dran bei der Ernte. Alles ging ruck zuck. Jetzt gute 50 Jahre später wirkt das Riesengefährt von einst mickrig und klein. „Heutige Mähdrescher besitzen bis zu 600 PS, und eine Schneidwerksbreite von 13.5 Metern. Der Massey-Ferguson von 1968 brachte es nur auf eine Schneidwerksbreite von 1,80 Meter“, verdeutlicht Deutsch die technische Veränderung für die Landwirte. „Und saß man früher Wind, Wetter, Staub und Dreck ausgesetzt auf dem Bock, sitzen die Landwirte heute in einer klimatisierten Kabine“, sagt Heinz Heuser, Ortsvorsteher von Niederwalgern und Mitorganisator.

Der Aktionstag, der entweder am 18. oder 25. August stattfinden soll, ist bei freiem Eintritt als Informations- und Erlebnistag gedacht. Vom Dreschen, Pressen, Grubbern, Pflügen. Walzen bis zum Eggen und Säen wird alles geboten. Für Speisen und Getränke wird selbstverständlich gesorgt sein. Der Erlös der Veranstaltung soll ausschließlich dem Verein zur Förderung Niederwalgerns zugute kommen. Darüber freut sich Jürgen Klingelhöfer vom Förderverein sehr und verspricht, dass die Mitglieder natürlich auch ihren Teil zum Gelingen des Tages beitragen wollen. Zu sehen gibt es auch eine Dreschmaschine aus den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts sowie ein Eintuch-Mähbinder aus den 50er Jahren. Unter anderem werden auch zahlreiche Oldtimer-Traktoren ausgestellt.

Die Organisatoren suchen noch einen Landwirt, der die Feldarbeit mit einem Pferdegespann vorführen kann. Kontakt: Reinhold Deutsch 06426/929765 oder 0176/54760519 sowie Hans-Heinrich Heuser unter Telefon 06426/1278.

von Götz Schaub

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