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Teamorientiert und ohne Statusdenken

Bürgermeister in der Gemeinde Weimar Teamorientiert und ohne Statusdenken

In den ersten Wochen gestaltete sich Peter Eidams neue Aufgabe als Bürgermeister der Gemeinde Weimar durchaus als Herausforderung. Mehrfach war kühler Kopf und Muskelkraft gefragt.

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Peter Eidam an seinem Schreibtisch im Rathaus.

Quelle: Götz Schaub

Weimar. Eins vorweg: Peter Eidam fühlt sich an seinem neuen Arbeitsplatz als Chef der Verwaltung in Weimar sehr wohl. Er kommt gerne an die Arbeit, hat Spaß daran und dringt immer tiefer in die Materie ein.

„Ich kenne natürlich meine jetzigen Mitarbeiter in der Verwaltung schon lange und habe sie nun als motiviertes Team an meiner Seite“, sagt Eidam. Er weiß, dass er als Chef führen muss. Das will er auch. Doch schließt diese Aufgabe für ihn nicht aus, mit seinen Mitarbeitern ein Team auf Augenhöhe zu bilden.

„Wir wollen alle dasselbe für die Gemeinde erreichen und daran effizient arbeiten. Ich bin diesen Stil gewohnt und möchte ihn gerne beibehalten.“ Da er das Klima in der Verwaltung als außerordentlich gut empfindet, sieht er auch keine Veranlassung, daran zu zweifeln, dass seine Mitarbeiter diesen Führungsansatz zu würdigen wissen. Kooperativ, teamorientiert ohne jegliches Statusdenken, so will Eidam führen, punkten und überzeugen. Seine Mitarbeiter, ob nun direkt in der Verwaltung, im Kindergarten oder im Bauhof sollen stets gerne zur Arbeit kommen.

Politisch betrachtet war es um Eidam in den ersten 100 Tagen sehr ruhig. Das lag natürlich auch daran, dass nur eine Parlamentssitzung stattfand und diese auch noch die letzte der Legislaturperiode 2006-2011 war. Okay, es wurde der Haushalt verabschiedet, aber der stammte nicht von ihm. „Ich kann mich nicht direkt als neuer Mann dahinter stellen und diesen bis ins Letzte verteidigen“, sagt er.

Allerdings hätte es seiner Ansicht nach auch nur wenig Sinn gemacht, in dieser kurzen Zeit noch einmal bedeutende Änderungen vorzunehmen. „Der Haushalt wurde durchdacht. Von meinem Vorgänger, vom Gemeindevorstand und von der Verwaltung. Politisch wurde er von den Fraktionen bewertet. Was soll ich dazu sagen? Ich kann doch ohne ausreichende Erfahrungswerte nicht einfach über einen Stellenplan befinden. Natürlich arbeite ich jetzt daran und werde auch zu einem Ergebnis kommen, das ich dann mit den Fraktionen diskutieren möchte“, erläutert er.

Das die Fraktionen Themen politisch diskutieren und durchaus verschiedene Ansätze entwickeln, hält er für förderlich, wenn am Ende eine sachorientierte Entscheidung steht. „Kontrovers zu diskutieren heißt auch Blickwinkel zu öffnen und daraus das Beste zu machen“, meint Eidam. Wer jetzt den Eindruck gewinnt, Eidam könne vielleicht zu lange reden, verkennt die Lage. Reden ist gut, aber bitte zielführend, könnte sein Motto lauten.

Dass er nun schon 100 Tage im Amt ist, mag er gar nicht so recht glauben. „Die Tage sind ausgefüllt. Es gibt so viel zu tun und zu machen. Die Zeit vergeht wie im Flug.“

von Götz Schaub

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