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Tauwürmer ziehen 40-Kilo-Wels an

Angelglück Tauwürmer ziehen 40-Kilo-Wels an

Ein kleiner Weiher, ein großer Fisch. Da staunten die beiden Angler nicht schlecht, denn mit so einem Fang zur Geisterstunde war beim besten Willen nicht zu rechnen.

Leidenhofen. Im Verhältnis zu dem kleinen Teich ist ein 40-Kilo-Wels ein fast ungeheuerlicher Fang, der einem irgendwie das Ungeheuer von Loch Ness in den Sinn bringt.

Nun, der Gedanke, beim Schwimmen einem 1,75 Meter langen Wels zu begegnen, lässt sicher die wenigsten kalt. Zumal es sich hierbei um einen Raubfisch handelt, der fast alles frisst, was ihm über den Weg schwimmt - so steht es zumindest in der freien Enzyklopädie. Beruhigend ist, dass das in der Regel lebende und tote Fische sind. Und auch sonst ist nur von wirbellosen, kleinen Wasservögeln sowie Säugetieren die Rede. Mal so eben aus dem nicht wirklich großen Leidenhofer Weiher gezogen, hatten das Prachtexemplar in der vergangenen Woche Florian Lemmer und sein Freund Marius Messias.

„In unserem Vereinsgewässer tummeln sich viele alte Fische“, erzählte der Sportangler Lemmer. Geangelt werden meistens Hechte, Zander oder Karpfen. Die Bedingungen - schwülwarmes Wetter - zum Angeln eines Welses seien an dem Abend besonders gut gewesen, erklärte Lemmer. Zehn Tauwürmer hatten den Riesen überzeugt, an der Rute anzubeißen. Das war so um Mitternacht. Welse sind nachtaktive Fische, daher die späte Fangzeit.

Für den 23-jährigen Lemmer war es der größte Fisch in seiner fast zehnjährigen Anglerlaufbahn. Natürlich wurde das auf vierzig Kilo und ein Alter von zehn Jahren geschätzte Tier wieder in den Mini-See entlassen, denn für die Pfanne taugte er nicht mehr wirklich.

Viel mehr darf er nun weiter als heimlicher König des Weihers auf Beutezug gehen und ein sonst friedliches Leben führen.

von Martina Becker

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