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Taigazilpzalp

„Birdwatch an den Martinsweihern“ Taigazilpzalp

Im Winter 2014 war er zum ersten Mal für mehrere Tage im Landkreis Marburg-Biedenkopf: der Taigazilpzalp. Der wahrscheinlich aus Westsibirien stammende Zugvogel ist ein seltener Gast in Deutschland.

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Der Taigazilpzalp an den Martinsweihern bei Niederwalgern.

Quelle: Thomas Diehl

Wann gesichtet?
In der Zeit vom 3. Januar bis 18. Februar 2014

Wie viele Exemplare?
Ein bis zwei

Wie lange vor Ort?
47 Tage

Besondere Kennzeichen?
Sehr ähnlich unserem Zilpzalp, aber noch etwas zierlicher, oberseits aber überwiegend grau ohne Grün- und Gelbtöne, weißlicher bis hell rostbeigefarbener Überaugenstreif und etwas rostfarbene Ohrdecken, sehr helle Unterseite, heller, schmaler Flügelstreif, tief schwarze Beine, ruft dünn „swiie“.

Zugvogel?
Ja, brütet in der Nadelwaldtaiga vom Ural bis nach Mittel- und Ostsibirien, überwintert vorwiegend in Indien. Einzelvögel gelangen immer mal wieder bis nach Mitteleuropa, zumeist in den Herbst- und Wintermonaten.

Rote Liste?
Brütet nicht in Deutschland und steht deswegen nicht auf der Roten Liste.

Wahrscheinliche Herkunft?
Westsibirien

Warum außergewöhnlich?
Ziemlich seltener Ausnahmegast in Deutschland, wobei die Zahl der Nachweise in den vergangenen Jahren merklich anstieg. Die meisten Beobachtungen gelangen auf Helgoland, während Feststellungen im Binnenland ziemlich selten sind. Für den Landkreis Marburg-Biedenkopf war es der erste belegte Nachweis!

von Professor Dr. Martin Kraft, Vorsitzender  des Marburger Instituts für Ornithologie und Ökologie

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