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Tagesbetreuung mitten im Dorf

20 neue Plätze Tagesbetreuung mitten im Dorf

Die evangelische Kirchengemeinde Dreihausen-Heskem ist froh, dass ihr ehemaliges Gebäude wieder sinnvoll genutzt wird.

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Christa und Cornelia Diessel sitzen zusammen mit Werner Garbade vom Kirchenvorstand in der Kaminecke.

Quelle: Götz Schaub

Dreihausen. Zugegeben, vom alten Aussehen des Martin-Luther-Hauses ist nicht mehr viel übrig, das gesamte Anwesen wurde vom neuen Besitzer grundlegend umgebaut, um die angedachte neue Nutzung auch möglich zu machen. Der Investor, die Marburger Hauskrankenpflege, ein privater Pflegedienst, ist in Dreihausen nicht unbekannt. 2009 hatte er schon die ambulant betreute Wohngruppe für Menschen mit Demenz übernommen.

Nun bietet der Dienst 20 Tagesbetreuungsplätze für ältere Mitbürger an, die zwar in ihren Familien leben, aber dies nicht ohne ständige Betreuung tun können. Familienangehörige können sie entweder zur Tagespflege bringen und abholen, aber auch morgens von zu Hause abholen lassen. Betreuung ist möglich von montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr. „In der Regel kommen die Menschen dreimal in der Woche zu uns, je nachdem welche Freiräume die betreuenden Angehörigen für sich brauchen“, sagt Cornelia Diessel, die zusammen mit Christa Diessel, Eckhardt Diessel und Ingrid Schmidt-Nowak die Geschäftsführung der Marburger Hauskrankenpflege innehat.

Am kommenden Montag startet der Hausbetrieb zunächst einmal mit einer Haushaltskraft, einer Krankenschwester, einem Altenpfleger, einer Altenpflegerhelferin und einer Betreuungskraft als Beschäftigungstherapeutin. Größtenteils handelt es sich um Menschen mit Demenz in der Pflegestufe I und II. „Wir wollen ihnen hier einen strukturierten Tagesablauf bieten mit individuellen Freiheiten. Wer beispielsweise Lust hat, bei der Vorbereitung des Mittagessens zu helfen, darf dies gerne machen“, sagt Christa Diessel.

Am Freitag findet ein „Tag der offenen Tür" statt

In zwei Räumen stehen bequeme Ruhesessel zur Verfügung, die vor allem gerne nach dem Mittagessen zum Ausruhen genutzt werden können. Am Vormittag, etwa nach dem Frühstück sind Zeitungsrunden, Gespräche und Spaziergänge möglich, nachmittags gibt es Kaffee und Kuchen und noch ausreichend Zeit für schöne Plauderrunden. Das umgebaute hell und freundlich eingerichtete Haus bietet viele Sitzmöglichkeiten, unter anderem eine sehr gemütliche Ecke an einer Kamin-Imitation. Werner Garbade, Mitglied des Kirchenvorstandes freut sich, dass das Martin-Luther-Haus einer neuen Zukunft entgegengeht. Einst 1974 erbaut diente es vornehmlich den musikalischen Kirchengruppen als Probehaus.

Im Zuge der Sanierung des Pfarrhauses kam dann aber die Weisung, das Haus aufzugeben und zu verkaufen. „Es war für die ursprünglichen Zwecke einfach auch eine Nummer zu groß geworden“, gibt Garbade zu. Die Entscheidung, das Haus an einen privaten Pflegedienst zu veräußern, findet er nach wie vor richtig. Er weiß auch, dass der christliche Gedanke aus dem Haus nicht ausgezogen ist, so ist Cornelia Diessel in Marburg in einem Kirchenvorstand tätig.
Wer nun das Haus, seine Einrichtung und die Betreiber einmal kennenlernen will, ist am morgigen Freitag eingeladen, zum „Tag der offenen Tür“ zu kommen, der nach der Einweihungsfeier um 13 Uhr beginnt.

von Götz Schaub

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