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Sternschnuppen über dem Frauenberg

160 Wünsche pro Stunde Sternschnuppen über dem Frauenberg

Mitglieder der Marburger Vereine „Parallaxe und Sternzeit“, der Volkssternwarte Marburg sowie Astronomen der Universität laden an diesem Freitag zum Sternegucken auf die Ruine Frauenberg ein.

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Dutzende Menschen verbrachten im vergangenen Jahr eine laue Sommernacht auf dem Frauenberg, um Sternschnuppen zu beobachten.

Quelle: Archivfoto: Nadine Weigel

Frauenberg. Beginn ist um 21.30 Uhr, gutes Wetter vorausgesetzt. Mit verschiedenen astronomischen Instrumenten und Beobachtungsmethoden  wollen die Fachleute den Besuchern den Sommernachtshimmel näherbringen.

Der August ist mit seinen warmen Sommernächten ein guter Monat für die Beobachtung des Sternenhimmels. Besonders auffällig sind dabei vor allem die um den 12. und 13. August sehr gehäuft auftretenden langen und lichtstarken Sternschnuppen – die Perseiden. Ihr Maximum wird in diesem Jahr in den frühen Morgenstunden am 12. August erwartet, dieses liegt laut Berechnungen bei 160 Sternschnuppen pro Stunde, wie die heimischen Astronomen berichten. Aber auch in der Nacht zum 13. August können bei klarer Sicht zahlreiche Sternschnuppen beobachtet werden. Etwa ab 23 Uhr, wenn der Mond sich im Westen dem Horizont nähert, tauchen die Perseiden von Nordosten her kommend auf – aus dem Sternbild des Perseus.

Maximum wird in der Nacht zum 13. August erwartet

Sternschnuppen stammen von winzigen Staubteilchen, deren Bahnen sich mit denen der Erde kreuzen und die bei Eintritt in die Erdatmosphäre verglühen. Die hauptsächliche Quelle dieser Staubteilchen in unserem Planetensystem sind die Kometen, die bei jedem Vorbeiflug in der Nähe der Sonne etwa ein Prozent ihrer Masse als Gas und Staub in den Weltraum verlieren.

Die Perseiden stammen vom Komet 109/Swift-Tuttle, der etwa 133 Jahre für einem Umlauf um die Sonne benötigt und sich dabei bis jenseits des Pluto von der Sonne entfernt. Jedes Mal, wenn der Komet Swift-Tuttle in Sonnennähe kommt, hat sich seine Bahn leicht verändert und seine Staubspur wird an ­einer etwas verschobenen Stelle deponiert, erklären die Experten. Die Staubspuren der vergangenen vier Umläufe können heute noch identifiziert werden, für den erwarteten diesjährigen Anstieg in der Nacht zum 13. August ist der Staubauswurf während des viertletzten Umlaufs des Kometen verantwortlich.

Mond, Saturn und Mars sind gut zu beobachten

Freitagnacht bietet noch weitere interessante Ausblicke auf das Planetensystem: Nach Einbruch der Dunkelheit geht der zunehmende Mond im Süden auf, im ersten Viertel schräg oberhalb des Ringplaneten Saturn und des Roten Planeten Mars. Das Auffinden der Planeten ist dadurch besonders einfach: Es lohnt sich, bei gutem Wetter diese drei Himmelskörper mit einem Fernglas oder Fernrohr zu beobachten oder zu fotografieren.

Bei dunkler werdendem Hintergrund, nachdem der Mond untergegangen ist, sind bei klarem Himmel die Nachbargalaxie, der Andromeda-Nebel und der große Kugelsternhaufen M13 im Sternbild des Herkules sehenswerte Objekte. Der Andromeda-Nebel kann bei guter Sicht sogar mit dem bloßen ­Auge wahrgenommen werden.

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