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Steigende Ansprüche bedingen Gebührenerhöhung

Parlament Ebsdorfergrund Steigende Ansprüche bedingen Gebührenerhöhung

Zwischen drei und sieben Euro müssen Eltern in der Gemeinde Ebsdorfergrund künftig mehr für ­einen Kita-Platz zahlen.

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Das Foto zeigt den Kindergarten in Rauischholzhausen. In der Gemeinde Ebsdorfergrund werden die Kindergartengebühren etwas angehoben.

Quelle: Thorsten Richter

Dreihausen. Gestiegene Kosten und die Anpassung an wachsende Anforderungen machen eine Erhöhung der Kita-Gebühren notwendig, teilte Bürgermeister Andreas Schulz (SPD) vergangene Woche in der Gemeindevertretung mit.

Der entsprechende Antrag aus dem Haupt- und Finanzausschuss wurde mit 29 Ja- und einer Neinstimme angenommen, sorgte aber dabei für kritische Blicke seitens der ÜBE/FWG-Fraktion.

Die Fraktion bemängelte eine Gebührenerhöhung „bei der guten Haushaltslage“ der Gemeinde, wie es Michael Preiß ausdrückte. Nicht zuletzt sorge der Tagesordnungspunkt für Verwirrung, wolle die Bundes-SPD doch die Kita-Gebühren generell abschaffen. Schulz konterte: Die Gemeinde habe dabei keine Wahl, sehe sich mit „ständig steigenden Ansprüchen und Kosten“ für Personal und Unterhalt der Kindergärten konfrontiert, die das Land nicht deckelt, begründete der Gemeindechef und merkte an: „Wir werden vom Land im Stich gelassen“. Angesichts eines steigenden ­Bedarfs an Krippengruppen und notwendigen Investitionen für den Ausbau an Personalstellen, sei die Erhöhung von Gebühren unumgänglich.

Bereits jetzt bezuschusse die Gemeinde einen Kita-Platz mit 3460 Euro pro Jahr bei einer ­Belegung von 190 Kindern. Die Bezuschussung der Gemeinde­ würde künftig um 190 Euro pro Platz und Jahr steigen. Die Erweiterung der Kita „Sonnenschein“ und der Ausbau der Krippenplätze werden spätestens in zwei Jahren deutlich zu Buche schlagen. „Wenn wir jetzt nichts tun, gibt es einen Stau“, prognostizierte Schulz. Hinzu komme, dass die Anteilfinanzierung für die freien Träger im kommenden Jahr auf 85 Prozent erhöht würden. Jetzt keine Gebührenanpassungen vorzunehmen, bedeute einen „zu großen Gebührensprung in 2019, der ungerecht wäre“.

Die zu erwartenden Mehrkosten sollen sich Land, Gemeinde und Eltern künftig teilen: Demnach erhöht sich die monatliche Betreuungsgebühr, je nach gewähltem Betreuungsmodul, um drei, fünf oder sieben Euro. Der Waldkindergarten hat die Gebührenerhöhung bereits umgesetzt, mit der evangelischen Kirche sei die Gebührenanpassung bereits abgesprochen.

von Ina Tannert

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