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Startschuss für den Straßenneubau

Hassenhausen Startschuss für den Straßenneubau

Die Kanal- und Wasser­leitungsarbeiten in den wichtigsten innerörtlichen Straßen von Hassenhausen sind abgeschlossen. Jetzt werden die Straßen grundhaft saniert und neu gestaltet.

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Nahmen den ersten Spatenstich vor: Richard Möller (von links), Planer Thorsten Rupp, Oberbau­leiter Uwe Dolereit, Bürgermeister Reinhold Weber im Bagger, Bauamtsleiter Michael Esken und Konstantin Suworow vom Planungsbüro Viaplan.

Quelle: Götz Schaub

Hassenhausen. „Wir mussten hier was machen. Der Kanal in den beiden betreffenden Straßen wies Schäden der Klasse 0 und 1 auf, die ein sofortiges Handeln erfordern“, sagt Fronhausens Bürgermeister Reinhold Weber. Da nun auch die Straßendecke selbst in die Jahre gekommen war, bot sich die grundhafte Erneuerung an.

So sah das auch das Fronhäuser Parlament und stimmte vornehmlich aus Kostengründen auch gegen den Willen der Mehrheit der Anwohner für die grundhafte Erneuerung. „Es war nicht nur die wirtschaftlichste Lösung“, stellt Weber heraus.

„Die neue Straße inklusive Kanal und Wasserleitung wird die Anlieger-Immobilien sicher wertvoller werden lassen.“ Die Anwohner müssten jetzt zwar noch ein paar Unannehmlichkeiten aushalten, doch wenn die Straße fertig sei, könnten sie sich auch darauf verlassen, viele viele Jahre Ruhe zu haben, so Weber. Bauamtsleiter Michael Esken hebt hervor: „Die Dorfbewohner werden feststellen, dass auch die barrierefreie Bauweise ihr Dorf und das Leben im Dorf aufwertet. Für Menschen mit Gehbehinderung, die auf Rollator oder gar Rollstuhl angewiesen sind, werden die Erleichterungen spürbar sein.“

Generell setzen Bürgermeister und Bauamtsleiter darauf, dass das abschließende Aussehen die Hassenhäuser doch noch überzeugen wird. Bekanntlich gab es unter den Anliegern großen Unmut über den Umgang mit ihnen. Zuletzt verweigerten sie gar eine Abstimmung über die Farbe des Pflasters, weil sie das Gefühl hatten, dass sie nicht wirklich zwischen Pflastern und Asphaltieren wählen durften (die OP berichtete). So oder so, die Entscheidung ist gefallen, die Straße wird in betongrau ausgelegt mit einer beidseitigen Entwässerungsrinne. Der barrierefreie Gehweg sowie der ihm gegenüberliegende Straßenabschluss wird mit rotbraunem Pflaster kenntlich gemacht. Der Gehweg wird zum einen auf der Seite der Kirche angelegt sowie auf der Seite des Bolzplatzes und der Bushaltestelle.

Die Arbeiten übernimmt nun die Firma Eurovia, die schon einige Aufträge in der Gemeinde Fronhausen zur Zufriedenheit aller ausgeführt hat. Oberbauleiter Uwe Dolereit teilte Richard Möller, der in Vertretung von Ortsvorsteher Ernst Breitstadt am ersten Spatenstich teilnahm mit, dass Anwohner jeden Dienstag ab 14 Uhr zum Baustellenbüro zur Baubesprechung kommen können, wenn Fragen aufgelaufen sind. Möller entgegnete, dass die Anwohner sicher auch ihrerseits jederzeit ansprechbar seien, wenn es um die Anschlussarbeiten ihrer Grundstücke gehe. Er würde es sehr begrüßen, wenn die Firma jeweils das Gespräch mit den Eigentümern suchen würde, die den Bauarbeitern gegebenenfalls noch Hinweise auf Besonderheiten geben können.

Bisher sorgte nicht zuletzt das Wetter dafür, dass man bei der Bauzeit im Moment im Plus liegt. Nun geht es um den Unterbau und die Pflasterung von 850 Metern Straße, im Ganzen 6000 Quadratmeter. Der Straßenbau kostet 835000 Euro, die Planungskosten belaufen sich laut Weber auf 91000 Euro. Eine Bezuschussung durch das Land Hessen nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz ist bereits genehmigt worden. Im Herbst 2015 soll das Bauprojekt komplett fertig sein.

von Götz Schaub

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