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Sportverein wirtschaftet wieder im Plus

TSV Niederweimar Sportverein wirtschaftet wieder im Plus

Die Zusammenarbeit mit der Spielvereinigung Haddamshausen wirkt sich positiv auf die Kasse des Vereins aus. Beim Badminton gibt es nur noch zwei aktive Spieler.

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Die Spielgemeinschaft mit Haddamshausen wird vom wiedergewählten TSV-Vorstand (von links) Uwe Hahn, Norbert Stern, Bettina Burk und Lothar Potthoff unterstützt. Es fehlt der ebenfalls bestätigte Kassierer Steffen Schmidt.
Fotos: Benedikt Bernshausen, Lisa Rösser

Niederweimar. Die Bilanz des TSV fiel sportlich wie wirtschaftlich durchaus positiv aus, nicht zuletzt aufgrund der Zusammenarbeit mit Haddamshausen in einer Spielgemeinschaft, die noch mindestens ein Jahr lang weiterbestehen wird. Es gibt aber auch einige strittige Themen, etwa wie es mit den Fußball-Teams weitergehen soll.

Die Fußballabteilung erfreut sich derzeit großer Beliebtheit, wobei die an den JFV Weimar ausgegliederte Fußball-Jugend auf Kreisebene regelmäßig gute Ergebnisse abgeliefert hat. „Wir hätten gern mal wieder einen Kreismeister-Titel“, gibt sich Jugendleiter Norbert Stern diesbezüglich hoffnungsvoll. Auch im Tischtennis trägt die Arbeit des als Trainer eingestellten ehemaligen Bundesligaspielers Erwin Becker bereits Früchte. Die Gymnastik- und Turnabteilung stellt ein breites Angebot für verschiedene Altersgruppen zur Verfügung, das neuerdings durch einen Parcours-Kurs für Kinder ab zwölf Jahren ergänzt wird; weiterhin gibt es jedoch bei den Vierzehn- bis Fünfzehnjährigen viele Austritte zu verzeichnen. Einzig im Badminton und im Seniorenfußball ist die Situation etwas weniger positiv: Die Badminton-Abteilung verfügt über nur zwei aktive Spieler, während die Trainingsbeteiligung beim Seniorenfußball sehr gering ist.

Auf der anderen Seite ist der TSV auch finanziell gut aufgestellt. So konnten einerseits in manchen Bereichen Ausgaben gekürzt werden, andererseits ist aber die Situation bei den Mitgliederbeiträgen immer noch gut. Durch umsichtiges Wirtschaften kam der Verein zudem zum ersten Mal seit mehreren Jahren völlig ohne die Aufnahme eines neuen Darlehens aus.

„Wir haben vor Jahren noch andere Zahlen gehabt, mit hohen Darlehen, da stand ein großes Minus. Inzwischen steht da die gleiche Zahl im Plus. Das geht nicht ohne Arbeit“, stellt der erste Vorsitzende Lothar Potthoff fest. Diese Leistung sei aber auch auf verschiedene Maßnahmen zurückzuführen: „Wenn wir im Fußball eigenständig geblieben wären, wären wir jetzt pleite. Ohne die Spielgemeinschaft wäre es nicht gegangen.“ Die große Bedeutung der SG betont der Vorsitzende immer wieder, wünscht sich zukünftig auch eine bessere Kommunikation, um reibungslose Abläufe sicherzustellen.

Diskussion über die SG und den FC Weimar

Für die Zukunft mahnte er jedoch an, dass eventuell ein Umdenken stattfinden müsse, da das weitere Bestehen der Spielgemeinschaft mit Haddamshausen nicht auf lange Sicht gesichert sei. „Vielleicht muss da auch ein neuer Verein gegründet werden. Das wird keine einfache Diskussion.“

Bei der Vorstandswahl regte sich im Vorstand großer Unmut. Obwohl der gesamte Vorstand sich zwar generell zur Wiederwahl stellen wollte, beantragte der zweite Vorsitzende Uwe Hahn, die Wahl zu vertagen, da selbst unter Berücksichtigung der Vorstandsmitglieder insgesamt nur 18 Vereinsmitglieder von insgesamt etwa 700 anwesend waren. Der Vorstand stimmte schließlich allerdings gegen eine Vertagung und wurde im Anschluss komplett wiedergewählt, zeigte sich insgesamt jedoch äußerst unzufrieden mit dem geringen Mitgliederinteresse.

Anschließend wurde die Einrichtung eines aus mindestens sechs Personen bestehenden Spielausschusses beschlossen, welcher die Mannschaften und den Trainerstab unterstützen soll. Weiterhin sollen sich alle Mannschaften, welche die Infrastruktur des Vereins nutzen, mit Arbeitsstunden an der Instandhaltung beteiligen. Gewünscht ist auch, dass sich der JFV daran beteiligen solle, um Verantwortung mit zu übernehmen und in Zusammenarbeit mit älteren Spielern eine stärkere Bindung untereinander aufbauen zu können.

Dagegengehalten wurde, dass die Jugendmannschaften, die höhere Beiträge bezahlen, auch davon ausgehen können sollten, gute Trainingsmöglichkeiten vorzufinden. Als Kompromissvorschlag soll nun pro Quartal ein Termin abgesprochen werden, an dem jüngere und ältere Spieler gemeinsam Arbeiten erledigen sollen und eventuell anschließend gemeinsam den Abend verbringen können.

Kontrovers und hitzig wurde schließlich ein Antrag diskutiert, demnach mit dem Frauenfußball-Verein FC Weimar eine schriftliche Nutzungsvereinbarung über die Bereitstellung der Infrastruktur des TSV Niederweimar geschlossen werden solle, sodass laut Antrag „keine Subventionierung des FC Weimar mehr gegeben ist“.

Hierzu wurde beschlossen, dass zukünftig schriftliche Nutzungsvereinbarungen mit allen Gastvereinen zu schließen sind, was ebenso für den JFV gelten solle. Ebenso ist vom Vorstand zu prüfen, ob eine Eingliederung des FC Weimar in den TSV Niederweimar als eigene Abteilung denkbar und sinnvoll wäre.

nTermin: Am Samstag, 7. März, findet im Vereinsheim des TSV Niederweimar eine Fortbildung zum C-Schein für Jugendtrainer statt. Alle Interessenten sind zur Teilnahme eingeladen.

Vorstandswahlen: Vorsitzender: Lothar Potthoff; stellvertretender Vorsitzender: Uwe Hahn; Kassierer: Steffen Schmidt; Jugendleiter: Norbert Stern; Schriftführerin: Bettina Burk.

von Lisa Rösser

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