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Spatenstich vor begonnenen Erdarbeiten

Ortsumgehung für Heskem Spatenstich vor begonnenen Erdarbeiten

Bis Spätsommer 2018 soll die Ortsumgehung für Heskem fertiggestellt sein. Gestern erfolgte der Spatenstich für den Bau einer Wirtschaftswegebrücke, die Landwirte ungehindert über die neue Straße führen soll.

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Großer Bahnhof beim Spatenstich vor den Erdarbeiten. Neben der Ersten Beigeordneten Elisabeth Newton (von links) nahmen auch Bürgermeister Andreas Schulz, Eugen Reichwein, Heskems Ortsvorsteher Heinz-Martin Lieser, dessen Vorgänger Bruno Weimer sowie Harald Bausch und Anke Schmidt von der Gemeinde einen Spaten in die Hand.

Quelle: Götz Schaub

Heskem. Die Geschichte ist hinlänglich bekannt: Die Ortsumgehung Heskem wird nur jetzt schon verwirklicht, weil die Gemeinde Ebsdorfergrund die Kosten trägt. Nein, halt, sie schießt das Geld nur vor. Den deutlichen Anteil der Kosten in Höhe von vier Millionen Euro trägt selbstverständlich das Land Hessen. Es wird ab 2020 mit der Rückzahlung an die Gemeinde beginnen. Nur für die Anschlüsse der gemeindlichen Wege an den neuen Kreisverkehrsplatz an der L3048 und für breitere Wirtschaftswege ist die Gemeinde mit Eigenmitteln in Höhe von 305000 Euro dabei.

„Die Planungen gehen davon aus, dass die eigentlichen Streckenarbeiten zur Ortsumgehung im Sommer 2017 beginnen, sagt Eugen Reichwein, der Regionale Bevollmächtigte Westhessen von Hessen Mobil. Und wenn dann alles „hoffentlich, ohne dass jemand zu Schaden kommt“, umgesetzt ist, rechnet Reichwein mit der Verkehrsfreigabe im Spätsommer 2018. Gestern erfolgte jedenfalls erst einmal der Spatenstich für den Bau einer neuen Wirtschaftswegebrücke, über die die Landwirte später zu ihren Feldern gelangen können, ohne direkt die Straße kreuzen zu müssen. Im Hintergrund der Spatenstecher waren schon die Erdarbeiten dazu im Gange. Ebsdorfergrunds Bürgermeister Andreas Schulz betonte, dass diese Ortsumgehung ein zentrales Projekt zur Entwicklung der Gesamtgemeinde darstelle. Nicht umsonst hätten sich alle elf Ortsvorsteher mit ihren Ortsteilwünschen hinter dieses Projekt eingereiht. Natürlich soll über die Herausnahme des Durchgangsverkehrs die Lebensqualität an der Straße in Heskem enorm steigen. Aber auch die Roßberger und Wermertshäuser bekommen so einen schnelleren Anschluss an die L3048. Und mit der Realisierung der Ortsumgehung soll dann auch das neue Gewerbegebiet bei Heskem erschlossen werden, in dem unter anderem ein zentraler Busbahnhof gebaut werden soll. Auch als SPD-Mann richtete Schulz noch einmal seinen ausdrücklichen Dank an die hessische Landesregierung, die dem „Kosten-Deal“ zugestimmt hatte. Begonnen wird die 7,50 Meter breite Umgehungsstraße im Sommer direkt an der L3048, wo ein Kreisverkehr eingerichtet wird. Von dort aus verläuft die Straße auf knapp zwei Kilometern nordöstlich um Heskem herum in Richtung Dreihausen. Die letzten 300 Meter zum Anschluss an die bestehende L3125 können allerdings erst nach einer dreijährigen Entwicklungszeit der schon im Juli begonnenen landespflegerischen Ausgleichfläche gebaut werden. Die Ortsumgehung wird deshalb zunächst vor diesen 300 Metern an die L3125 angebunden. PS: Auf der Trasse der Straße werden auch archäologische Arbeiten stattfinden. Schon jetzt bei den ersten Erdarbeiten wurden Spuren früheren Lebens dort gefunden.

von Götz Schaub

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