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Sicherer fahren im Bürgerbus

Erste Hilfe Sicherer fahren im Bürgerbus

Jetzt können sich die Fahrgäste des Weimarer Bürgerbusses noch sicherer fühlen. Die ehrenamtlichen Fahrer frischten ihre Erste Hilfe-Kenntnisse auf.

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Malteser-Ausbilder Detlef Wagner (von links) schulte die Bürgerbus-Fahrer Petra Jordan (stehend), Walter Ellrich, Rolf Strack, Waldemar Kullmann, Erich Schneider, Manfred Agricola, Heinz-Georg Heiland, Wilfried Mayer, Günther Klein (unten), Herbert Vollmer und Werner Reif.

Quelle: Manfred Schubert

Argenstein. Gerade wird es spannend fürs Bürgerbus-Team: Bis Ende Juli wird der 1500. Fahrgast erwartet, den man besonders begrüßen will.

Für ihren Service wollen die derzeit 14 ehrenamtlichen Fahrer gut gerüstet sein - und deshalb frischten sie gemeinsam ihre Kenntnisse in Erster Hilfe auf. Detlef Wagner, Malteser-Ausbilder aus Argenstein, hatte sich unentgeltlich als Kursleiter zur Verfügung gestellt.

Im Dorfgemeinschaftshaus übte er mit den Teilnehmern die wichtigsten Notfallmaßnahmen vom Anlegen von Verbänden bis zum Vorgehen bei Zusammenbrüchen oder Bewusstlosigkeit. Das Herstellen der stabilen Seitenlage gehörte ebenso zum Programm wie die Herz-Lungen-Wiederbelebung und die Anwendung eines Defibrillators.

Außerdem beantwortete Wagner Fragen der Fahrer, beispielsweise, wie man einem Diabetiker mit Unterzuckerung helfen könne - etwa mit einem Stück Traubenzucker oder etwas Schokolade.

„Nun können sich auch die älteren Nutzer sicher fühlen, dass sie auch in einem Notfall während der Nutzung des Bürgerbusses sofort Hilfe bekommen können“, erklärte Bürgerbusfahrer Werner Reif, der außerdem Vorsitzender des Seniorenrates ist.

Auch beim Ein- und Ausstieg werde geholfen, manchen Fahrgästen sei es gar nicht mehr möglich, die großen regulären Busse zu besteigen. Die Teilnehmer würdigten Wagner für die interessante und lehrreiche Gestaltung des Kurses, bei dem auch der Humor nicht gefehlt habe. Der Bürgerbus fährt seit September 2010 dreimal pro Woche durch die Gemeinde. Er deckt für Verkehrsunternehmen unwirtschaftliche Strecken ab und ergänzt so das bestehende Angebot. Jeder kann kostenlos mitfahren, kann aber auch eine kleine Spende geben, die zur Deckung der Betriebskosten genutzt wird. Die zurzeit zwei Fahrerinnen und zwölf Fahrer übernehmen ihre Aufgabe ehrenamtlich als Hilfe für ihre Mitbürger.

Der Fahrplan wurde zuletzt Ende 2012 entsprechend den tatsächlichen Bedürfnissen überarbeitet. Außer Nesselbrunn und Stedebach, wo keine Fahrgäste zustiegen, werden alle Ortsteile angefahren. Als neue bedarfsgerechte Haltestellen kamen die beiden Supermärkte in Niederweimar hinzu.

Auch die Arztpraxen, sagte Werner Reif, nähmen mittlerweile bei den Terminen Rücksicht auf die Abfahrtzeiten.

Zurzeit freue man sich darauf, bald den 1500. Fahrgast an Bord willkommen heißen zu können. Er wird bis Ende Juli erwartet.

von Manfred Schubert

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