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Sichere Überquerung der Zwester Ohm

Brückenbau Sichere Überquerung der Zwester Ohm

Über die Fertigstellung der neuen Brücke als Verbindung des Rad- und Fußwegs zwischen Sichertshausen und Bellnhausen können sich nach langer Diskussion nun Wanderer und Radler freuen.

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Nach zweieinhalbjährigem Streit über eine neue Brücke konnten Bürgermeister Reinhold Weber (von links), Bauamtsleiter Michael Esken, Anwohner Ottmar Bach mit Enkelin Carla, der Erste Beigeordnete der Gemeinde, Lothar Mücke und Bauhofmitarbeiter Alexander Buss das neue Bauwerk einweihen.

Quelle: Ina Tannert

Sichertshausen. Ab sofort können Passanten wieder gefahrlos neben der K 61 die Zwester Ohm an der Straße Bellnhäuser Mühle überqueren.

Nach zähen Verhandlungen über die Zuständigkeit zwischen Landkreis und Kommune befindet sich die Brücke nun in Gemeindehand und wurde komplett erneuert. Deren Vorgänger war seit langer Zeit nicht mehr sicher passierbar, die marode Brücke bedurfte dringend einer Generalüberholung und wurde bereits im Jahr 2013 gesperrt, mitten in der Radfahrsaison.

Erst vor zwei Wochen konnte der Bau der neuen Brücke endgültig und mit zweimonatiger Verspätung abgeschlossen werden, die neue Überleitung ist nun frei gegeben und dient Passanten zur sicheren Überquerung. Gut zweieinhalb Jahre dauerte der Strei, bis der Landkreis Anfang Juli das alte Bauwerk an die Kommune übergab. Grund für die lange Dauer war eine anhaltende Auseinandersetzung über die Notwendigkeit einer Brücke an besagter Stelle.

Weber: „Einvernehmliche Lösung“

Ob des geringen Verkehrsaufkommens sah der Kreis keinen Handlungsbedarf, betrachtete die Überquerung auf der Straße formell als zumutbar. Dem widersprach die Gemeinde, pochte auf eine Verkehrsgefährdung und „machte ordentlich Druck“, berichtete der scheidende Bürgermeister Reinhold Weber, der froh ist die heiß umkämpfte Brücke noch während seiner Amtszeit ohne Absperrung zu sehen.

Als Kreuzung zwischen den Radwegen Lange Hessen und Lahnradweg sei die Brücke eine wichtige Verbindung, „sie wurde immer gut angenommen“, so Weber. Nach langem Hin und Her konnte schließlich „eine einvernehmliche Lösung“ gefunden werden.

Der Kreis stimmte dem Bauantrag schließlich zu, das Eigentum an der Brücke ging in Gemeindehand über. Als Ablöse zahlte der Kreis 20.000 Euro für die Instandsetzung. Damit kam die Gemeinde durch eine gehörige Eigenleistung des Bauhofes auch aus. Da der Landkreis bereits die Vorplanung übernommen hatte und sich die Mitarbeiter des Bauhofes tatkräftig beteiligten wurde das Projekt deutlich günstiger als angenommen.

Passanten sind froh über die neue Brücke

„Wir sind dem Landkreis ständig und mit Erfolg auf die Nerven gegangen“, erinnert sich auch Bauamtsleiter Michael Esken. Die alte, marode Holzbrücke wurde abgerissen, eine neue aus massiven Eichenbohlen samt Eisengeländer aufgebaut. Durch die Beteiligung des Bauhofes konnten auf diesem Weg viel Geld eingespart werden - andernfalls hätte der Neubau rund 70.000 Euro gekostet, schätzt Esken.

„Die Brücke wird gebraucht, im Winter und erste recht im Sommer“, sagt der Architekt über das Ergebnis. Auch die Passanten sind froh über ihre neue Brücke und darüber, dass sie den betroffenen Teil der Kreisstraße nun nicht mehr überqueren müssen, der vor allem für Kinder nicht ungefährlich ist.

Der neue Weg wird rege genutzt, alleine während der kurzen Einweihungsfeier am vergangenen Montag passierten rund zehn Radfahrer und Spaziergänger das neue Bauwerk. „Es wurde auch Zeit, toll, dass es nun endlich geklappt hat“, lobte Anwohner Ottmar Bach.

von Ina Tannert

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