Volltextsuche über das Angebot:

26 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Servicehof verwandelt sich

Ebsdorfergrund investiert Servicehof verwandelt sich

Die Gemeinde Ebsdorfergrund investiert in seinen Servicehof. 200000 Euro stehen im Haushalt bereit. Sie sind vorgesehen für den Umbau bisher provisorischer Büroräume hin zu einem modernen Arbeitsumfeld.

Voriger Artikel
Ergebnisse des Geruchsgutachtens bleiben bindend
Nächster Artikel
Lemmer hinterlässt große Fußstapfen

Mehr Platz, mehr Licht, moderne Arbeitsplätze: Ebsdorfergrund-Bürgermeister Andreas Schulz (von links), Abwassermeister Lars Debelius und Wassermeister Radu Ionescu stellten vor, was sich im Bürogebäude des Servicehofs bei Heskem bis Mitte kommenden Jahres alles verändern wird.

Quelle: Carina Becker-Werner

Heskem. Die Werkstatt- und Büroräume nahe des Heskemer Kreisels sind den Menschen in Ebsdorfergrund heute als Servicehof bekannt. Bis in die 1970er Jahre gehörten Gelände und Gebäude allerdings noch dem Land Hessen, die Straßenmeisterei hatte dort ihren Sitz. Dann erwarb die Kommune das Domizil, um es an zentraler Stelle zwischen den Ortsteilen und mit guter Verkehrsanbindung gelegen als Servicehof auszubauen. Und so wurden nach und nach Büros aus einstigen Werkstatträumen. Eine Fläche, die als Lager gedient hatte, wurde zuletzt gar nicht mehr genutzt.

Die Gemeinde will das Arbeitsumfeld für die 17 Mitarbeiter nun optimieren, erklärt Ebsdorfergrund-Bürgermeister Andreas Schulz während eines Termins vor Ort. Mehr Platz für die Büros, die um einen Besprechungsraum erweitert werden, entsteht dabei vor allem durch die Umnutzung des 42 Quadratmeter großen Werkstatt- und Lagerraums, der für seinen einstigen Zweck nicht mehr benötigt wird. „Wir wollen uns jetzt auf den Weg machen, die Räume den tatsächlichen Anforderungen anzupassen. In der Arbeitswelt hat sich ja viel getan“, erläutert Schulz.

"Wir wollen hier richtige Büros, nicht nur Büroräume"

Bei Fenstern, Decken und Wänden fehle derzeit die Dämmung, „unser Ziel ist eine komplette energetische Sanierung“.

Die Büros liegen nebeneinander in einem schmalen, langgezogenen Gebäude, es gibt nur einen Eingang. Drinnen ist es vergleichsweise dunkel, die Verhältnisse sind beengt. „Wir wollen hier richtige Büros, nicht nur Büroräume in einer alten Werkstatt“, sagt Schulz, der dies auch für eine Wertschätzung der Mitarbeiter hält. Künftig soll ihnen ein neues Großraumbüro mit offenen Durchgängen und einem Besprechungsraum zur Verfügung stehen. Eine Wand wird durch ein großes Glaselement ersetzt, so dass die Beschäftigen den Servicehof auch einsehen können.

Für das Gebäude ist eine neue Heizung vorgesehen - und die Büros, der Umkleide- sowie der Sozialraum bekommen als Ersatz fürs in die Jahre gekommene Mobiliar eine neue Ausstattung.

Bis Mitte 2018 werden die Arbeiten laufen, schätzt Schulz. „Der Umbau und die Sanierung erfolgen nach und nach, wir erneuern im Bestand, wir brauchen den Platz ja auch in der Zwischenzeit zum Arbeiten.“

Kommune wickelt die Wasser­- und Abwasserentsorgung komplett selbst ab

Beim Personalstand bleibt alles beim Alten. Harald Bausch, der Fachdienstleiter für Tiefbau, hat derzeit noch sein Büro im Servicehof, aber er geht im Laufe des Jahres in den Ruhestand. Zum April soll ein Nachfolger seine Arbeit aufnehmen, der dann allerdings ein Büro im Rathaus in Dreihausen bekommt.

Zum leitenden Personal, das im Servicehof seine Büros behält, gehören neben dem Leiter Dirk Seidemann auch der Wassermeister Radu Ionescu und der Abwassermeister Lars Debelius. Beide arbeiten in diesen Funktionen ausschließlich für die Gemeinde Ebsdorfergrund. Denn sie gehört zu den wenigen Kommunen, die die Wasser­versorgung und die Abwasserentsorgung gegen den Trend weiterhin komplett selbst abwickeln - mit Erfolg.

In beiden Sparten bietet die Gemeinde ihre selbstverwalteten Dienstleistungen nach den jüngsten Erhöhungen der heimischen Wasser- und Abwasserverbände günstiger an, als es in großen heimischen Zweckverbänden möglich ist, sagt Schulz. „Das zeigt, dass die Großen es doch nicht immer günstiger können als die Kommunen selbst.“

von Carina Becker-Werner

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr