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Senioren hören Märchen vom Leben ohne Leckereien

Adventsnachmittag Senioren hören Märchen vom Leben ohne Leckereien

Mit einem gemütlichen Kaffeenachmittag mit großem Kuchenbuffet und Unterhaltungsprogramm feierten die Senioren der Gemeinde Fronhausen die Adventszeit.

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Knapp hundert Bewohner aus allen Fronhäuser Ortsteilen versammelten sich zum Seniorenadventsnachmittag.

Quelle: Ina Tannert

Fronhausen. Zahlreiche Senioren aus allen Ortsteilen kamen am vergangenen Samstag im weihnachtlich geschmückten Bürgerhaus zum alljährlichen Adventsnachmittag der Gemeinde Fronhausen zusammen und genossen ein unterhaltsames wie besinnliches Bühnenprogramm.

Für vorweihnachtliche Stimmung sorgten der Posaunenchor Fronhausen und der Gesangverein Chor „InTakt“ Sichertshausen, die die Gäste musikalisch auf den Advent einstimmten. Gemeinsam gesungene Weihnachtslieder durften während der Feier nicht fehlen.

Die Bedeutung des Weihnachtsfestes

Der scheidende Bürgermeister Reinhold Weber erinnerte an die Bedeutung des Weihnachtsfestes, an gelebtes Miteinander, Besinnlichkeit und Hoffnung. Es sei ein Fest der Gemeinschaft wie einer Gemeinde. Eine solche könne dabei nur funktionieren, wenn Wert auf das Miteinander aller gelegt werde. Gerade zur Weihnachtszeit sei es angebracht, sich Zeit für die persönlichen Sorgen und Nöte seiner Mitmenschen zu nehmen, „den Blick einmal über den Tellerrand unseres eigenen „Ich“ zu heben“ so Weber.

Pfarrer Wolfgang Gerhard von der evangelischen Kirchengemeinde Niederwalgern/Oberwalgern beschrieb Weihnachten als „Zeit des Wartens“. Jeder warte auf etwas, ob auf Geschenke oder einen Familienbesuch. Andere Menschen warteten wiederum darauf, dass der Krieg im eigenen Land endet, betonte der Pfarrer. Eine Gebrauchsanleitung für ein sinnvolles Abwarten halte dabei die Bibel bereit. Sinngemäß bedeute dies: „Augen auf und Kopf hoch. Schaut geradeaus, dahin, von wo ihr etwas erwartet – die Geschenke, den Besuch, die Besinnung, den Frieden. Was ihr dort seht, mag das Gegenteil davon sein, aber dahinter verbirgt sich das, worauf ihr wartet.“

Ausländische Produkte und Weihnachtsleckereien

Ebenfalls passend zum Thema Flüchtlingskrise las Moderatorin Anneliese Müller das „Märchen vom Auszug aller Ausländer“ vor: In diesem verabschieden sich alle „Ausländer“ aus der Stadt, nachdem dort rechtes Gedankengut überhandnimmt und ihren Rauswurf fordert. Und so springen eines Tages kurz vor Weihnachten die Türen der Geschäfte auf, hinaus kommen keine Menschen, sondern sämtliche ausländischen Produkte und Weihnachtsleckereien – Kakao, Schokolade und Pralinen wandern zurück nach Ghana und Westafrika, zurück in ihre Herkunftsländer.

Ihnen folgen die Pfeffernüsse, Spekulatius und Zimtsterne, mit Gewürzen aus Indien. Den geliebten Kaffee zieht es zurück nach Kenia, Uganda und Lateinamerika. Die Weihnachtsgänse fliegen wieder nach Polen, ausländische Kleidungsstücke und Autos machen sich aus dem Staub, während Öl und Benzin literweise durch das Land zurück in den nahen Osten fließt. Pünktlich zu Weihnachten ist der Auszug dann geschafft, nichts Ausländisches verbleibt mehr im Land. Und so feiern die Deutschen ihr Fest, mit Tannenbäumen, Äpfeln und Nüssen, viel mehr bleibt nicht.

Mit einer unterhaltsamen Lesung beteiligte sich Schauspielerin und Autorin Brigitte Koischwitz und begeisterte ihre Zuhörer mit Wissenswertem über die „Kunst der guten Gedanken“. Für Lachsalven im Publikum sorgte auch Bauchredner „Tomani“ alias Manfred Paech.

von Ina Tannert

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