Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 16 ° Regen

Navigation:
Seit 40 Jahren ist die Hütte sonntags voll

Dreihausen Seit 40 Jahren ist die Hütte sonntags voll

Der „Gebrannte Berg“ ist nicht nur in Ebsdorfergrund ein Begriff. Seit vier Jahrzehnten bewirtschaftet der Wanderverein die dortige Wanderhütte. Dies wurde am Pfingstmontag stilvoll gefeiert.

Voriger Artikel
Heinzelmännchen zaubern Dorf schön
Nächster Artikel
Mini-Welten begeistern Groß und Klein

Eine kleine Gruppe wanderte am Morgen zu dem 320 Meter hoch gelegenen Ort des Jubiläums, der OHGV Wanderhütte auf dem „Gebrannten Berg“, wo unter anderem ein Gottesdienst im Schatten der Bäume stattfand.Fotos: Martina Becker

Dreihausen. Wollte man sie beschreiben, wäre - ein idyllisches Kleinod am Waldesrand mit überwältigender Fernsicht wohl treffend für die OHGV-Wanderhütte. Als Ausflugsziel wurde sie schon kurz nach dem Krieg genutzt“, erzählte Rudolf Lehr. Der Vorsitzende des Dreihäuser OHGV-Zweigvereins berichtete im Weiteren, dass das massiv gebaute Gebäude bereits damals von privater Hand als Berghütte zusammen mit einer Hühnerfarm geführt wurde.

Der „Gebrannte Berg“ war zu dieser Zeit noch beweidet und ausschließlich von Obstbäumen bewachsen. Heute hat sich die Vegetation das Gelände weitestgehend wiedererobert. Ein romantisch grüner Wall umgibt die Wanderhütte. Geblieben ist eine „herrlicher“ Ausblick mit Fernsicht weit über den „Grund“ hinaus. Beispielsweise sind der Dünsberg, Burg Hohensolms, der Westerwald oder die Sackpfeife bei klarem Wetter zu sehen.

1974 kaufte der Wanderverein die Hütte und 2013 den ganzen Berg, der bis dahin von der Gemeinde gepachtet war. Wanderer und Ausflügler aus der ganzen Gemeinde und darüber hinaus werden hier seit vierzig Jahren an jedem Sonn- und Feiertag bewirtet. „Um dies zu gewährleisten, machen vierzig Paare über das Jahr hier Dienst“, erzähle Lehr.

Insgesamt zählt der Verein mit Tendenz nach oben, aktuell 212 Mitglieder. Bereits in diesem Jahr freute man sich über fünfzehn Neuzugänge. Neben viel Natur und Idylle bietet das Areal reichlich Platz. 35 Sitzplätze gibt es in der Hütte und auf dem Außengelände können sich 70 Personen niederlassen.

Investiert wurde über die Jahrzehnte nicht zu knapp. Der Bau von zwei Pergolen oder die Anschaffung von Spielgeräten für den Spielplatz gehörten zu den Anschaffungen. Der Besucherstrom sei über die lange Zeit nie rückgängig gewesen, erzählte Lehr. Dass den Dreihäusern dieses Ausflugsziel direkt vor der Haustür am Herzen liegt, das zeigte die Feier zum Jubiläum deutlich. Diese startete dem Anlass gemäß mit einer Wanderung zur Hütte. Dort hatten sich der Posaunenchor sowie Pfarrerin Angelika Kaese von der evangelisch-lutherischen Kirche und Pfarrer André Stolper von der Selbständigen evangelisch-lutherischen Kirche schon für den Gottesdienst eingefunden. Dieses Angebot füllte bereits morgens das Gelände. Später gab es Mittagessen aus der Feldküche und den „Dreihäuser Wandereintopf. Bei Kaffee und Kuchen rundete der Musikverein Dreihausen das Fest ab.

von Martina Becker

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Südkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr