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Schwimmbad schließt für acht Wochen

Sanierung im Grundbad Schwimmbad schließt für acht Wochen

Das Schwimmbad in Heskem wird aufgehübscht und energetisch saniert. Dafür stoppt der Badebetrieb ab dem ersten Tag der Sommerferien für rund acht Wochen.

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Die Gemeinde Ebsdorfergrund investiert 1,35 Millionen Euro in das Grundbad in Heskem.

Quelle: Archiv

Heskem. Das Schwimmbad in Heskem wird dieses Jahr 42 Jahre alt. Zeit, die Technik und das Gebäude umfassend zu sanieren. „Das Gebäude ist in einem guten Zustand“, betont Bürgermeister Andreas Schulz. „Aber wir wollen es weiter energetisch optimieren und dabei zu einem Panoramabad ausbauen.“ Insgesamt 1,35 Millionen Euro sollen investiert werden – 600.000 Euro kommen laut Schulz vom Bund. Dafür müsse das Hallenbad etwa acht Wochen schließen. „Das SummerFunFestival findet noch statt – am ersten Tag der Ferien wird das Grundbad dann geschlossen.“ Etwa zwei Wochen nach den Sommerferien solle der Badebetrieb wieder möglich sein.

„Das Gebäude bekommt eine neue Optik und neue Technik“, erklärt der Bürgermeister. Durch ohnehin anstehende Sanierungsarbeiten würden die laufenden Kosten des Grundbads erheblich gesenkt. „In etwa 19 Jahren werden sich die Investitionen rechnen“, erklärt Ingenieur Haino Bracke­mann. Ein bisschen Luxus neben den nötigen Arbeiten gönnt sich die Gemeinde dabei auch.

Wie Architekt Adam Mergel ausführt, sollen alle Außenwände des Grundbads thermisch saniert werden, ebenso wie die Flachdächer. Die Fenster werden ausgetauscht, bekommen eine zeitgemäße Dreifachverglasung. Die derzeitige Glasfront der Schwimmhalle wird laut Mergel eine reine Glasfassade, die eine Panorama-Aussicht bieten solle. Die Bänke vor den derzeitigen, teilweise angelaufenen Fenstern, werden abgebaut, um den Blick vom Schwimmbecken nach draußen freizugeben.

Gemeinde will die Heizenergie besser nutzen

„Die Vorderseite des Schwimmbads wird mit Panee­len verkleidet“, erklärt der ­Architekt. Diese bekämen ­unterschiedlich helle Grüntöne­ und seien mit einem Lack ­beschichtet, der Schmutz und Wasser abperlen lasse. „Damit entfallen auch Reinigungs- und Pflegekosten“, erklärt Mergel. Die übrigen Außenwände des Schwimmbads werden gedämmt und mit silbernen, gewellten Aluelementen verkleidet.

Neue Glasscheiben bekommen laut Schulz auch der Eingangsbereich und das Foyer­ mit Blick auf das Schwimmbecken. Erneuert würden zudem die Treppe zur Liegewiese, sowie die Treppe und die Freifläche vor dem Haupteingang zum Grundbad. Die Gemeinde­ investiert aber nicht nur in die Hülle, sondern auch in das ­Innenleben: Ingenieur Bracke-mann erläutert, dass derzeit die Lüftungsanlage im Keller Luft erwärme, in die Schwimmhalle gebe und diese dann von dort über das Dach abziehe. „Die neue Anlage holt diese warme­ Luft zurück in den Keller, wo sie durch einen Wärmetauscher geht.“ Insgesamt sollen so 25 Prozent des derzeitigen Wärmebedarfs eingespart werden. Zusammen mit der thermischen Sanierung will die Gemeinde den Wärmeverbrauch um 38 Prozent senken.

Strom sparen will Schulz mit einer neuen Umwälzpumpe. Die soll die beiden kleinen, mehr als 40 Jahre alten Pumpen ersetzen und dabei viel Strom einsparen. Dafür soll das Gebäude ­illuminiert werden mit einem weithin sichtbaren Schriftzug „Grundbad“ an drei Seiten.

Langfristig soll das Gebäude laut dem Bürgermeister so gut wie energieautark werden – daher werde 2018 eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach installiert. „Die Investitionen sind ein klares Bekenntnis zu unserem Grundbad“, betont Schulz. Schließlich sei es ein Mehrgenerationenhaus, das vom ­Baby bis zum Greis genutzt werde. „Und es ist wichtig für die Lebensqualität.“

 
Skizze: Art Dekor Werbung

von Patricia Grähling

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