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Schutz für Menschen, Ruhe für Vögel

Tierbeobachtungs-Stand Schutz für Menschen, Ruhe für Vögel

Am Martinsweiher bei Niederwalgern steht ein neuer Unterstand, von dem Naturfreunde die vielen teils seltenen Vögel beobachten können. Gebaut haben die Hütte die „Heinzelmännchen“ in ehrenamtlicher Arbeit.

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Zur Einweihung der Hütte stellten sich Erbauer und Nutzer zum Gruppenfoto auf.

Quelle: Heiko Krause

Niederwalgern. Professor Martin Kraft, der das Gelände zusammen mit seinem Vater Günter Kraft seit 1992 gepachtet hat, freute sich bei der offiziellen Eröffnung, dass ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen sei.

Bereits vor mehreren Jahren habe es Planungen gegeben, aber erst im vergangenen Herbst seien die „Heinzelmännchen“ auf ihn zugekommen und hätten die Realisierung angeboten. „Und dann haben sie hier eine ganz tolle stabile Hütte gebaut.

Wie Ortsvorsteher Hans-Heinrich Heuser, „Chef“ der „Heinzelmännchen“, berichtete, handele es sich um etwa 35 „ehrenamtlich Engagierte, die gerne etwas für den Ort tun und was man gerne macht, gelingt“. Etwa 5000 Euro habe das Häuschen gekostet, das durch Spenden finanziert worden sei.

Heuser erinnerte daran, dass das Gelände noch vor 25 Jahren landwirtschaftliche Nutzfläche gewesen sei. Nachdem dann Anfang der 1990er Jahre drei Jahre lang Kies abgebaut worden sei, hätten die Niederwälger zunächst gar nicht gemerkt, dass in Richtung Roth sich ein neues Biotop entwickelt habe und was es alles zu beobachten gebe. „Die Natur hat sich Zug um Zug alles wieder zurückgeholt.“ Und nunmehr gebe es ein „Kleinod für alle Interessierten“.

Kraft hob hervor, dass die insgesamt drei Teiche zu einem größeren Vogelschutzgebiet der Europäischen Union gehörten. Viele seltene Arten kämen vor, so beispielsweise derzeit Schwarzstörche. In der Hütte würden noch Schautafeln angebracht, auf denen zwischen Brutvögel und „Gästen“ des Teichs unterschieden werde. Selbst auf dem begrünten Dach der Hütte könnten sich eventuell Vögel ansiedeln, freute er sich.

Von der Südwestseite könne man vor allem abends mit warmem Sonnenlicht von hinten beobachten, „wie in einem Freilandzoo“. Die Hütte sei die ideale Ergänzung zum älteren Gebäude auf der anderen Seite.

Abschließend hob Kraft hervor, dass er hoffe, dass auch diese Maßnahme dazu beitrage, dass Niederwalgern beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ noch bessere Chancen habe.

von Heiko Krause

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