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Schulz schwärmt von „Lahnterrassen in klein“

Ebsdorf Schulz schwärmt von „Lahnterrassen in klein“

Die Planung für einen „Musikgarten“ in Ebsdorf als zentraler Veranstaltungs- und Treffpunkt im Dorf kommt in die Gänge. Eine Steuerungsgruppe nimmt Bürgerideen unter die Lupe. „Traum-Baustart“ wäre in einem Jahr.

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Ortsvorsteher Walter Kaiser (von links), Dr. Bettina Hoffmann (Planungsbüro cognitio) und Bürgermeister Andreas Schulz stellten erste Bürger-Ideen zum „Musikgarten“ in Ebsdorf vor.

Quelle: Ina Tannert

Ebsdorf. In Ebsdorf rauchen die Köpfe - eine neue 20-köpfige Steuerungsgruppe beschäftigt sich intensiv mit der Gestaltung des künftigen „Musikgartens“ im Stile eines kulturell geprägten Biergartens in der Ortsmitte. Hierfür soll das Außenareal des Bürgerhauses auf Vordermann gebracht werden. Doch wie stellen sich die Ebsdorfer ihren neuen Ortstreffpunkt vor? Während der Bürgerversammlung am 25. Juni zum Projektstart beschäftigten sich rund 60 Bürger mit diesem Thema und dem Potenzial des Außengeländes an der Bortshäuser Straße.

Gemeinsam sammelten sie Erwartungen, machten Vorschläge und entwickelten Ideen für einen barrierefreien Mehrgenerationenplatz als „kommunikative Mitte in Ebsdorf“, berichtete Bürgermeister Andreas Schulz. Die Pläne der Ebsdorfer sind zahlreich - neben Sitzgelegenheiten, Boule-Spiel, Brunnen und Pavillon erhofft sich mancher Bewohner eine Bühne, einen Biergarten oder auch einen Wochenmarkt.

Generell wünschen sich die Bewohner einen attraktiven, generationsübergreifenden Treffpunkt, geeignet für alle Altersstufen, mit Anschluss an eine Gaststätte und Möglichkeiten für vielfältige kulturelle Angebote. Einig waren sich die Einwohner auch, welche Maßnahmen sie nicht befürworten werden. Ganz oben auf der „Negativ-Liste“ steht die Entfernung der alten, schattenspendenden Bäume sowie der Spielmöglichkeiten für Kinder in dem kleinen Park am Bürgerhaus. Daran wolle die Gemeinde auch nicht rütteln, „Bäume und ein Spielplatz werden bleiben“, versprach Schulz.

Schulz träumt von Gaststätte und Brücke

Nur der bisherige Standort könne sich eventuell ändern, zentral soll der Spielbereich jedoch bleiben. Besonders befürwortet die Gemeinde die Einbeziehung der nahen Zwester-Ohm in das Projekt. Vorstellbar seien etwa neue Terrassen am Flussufer, die nicht nur als „Spiel- und Erlebnisplatz für Jung und Alt“, sondern gleichfalls zur kulturellen Nutzung dienen könnten. „Wie die Lahnterrassen in klein“, schwärmt Schulz von einem Projekt wie der Marburger Uferbebauung nahe der Mensa. Sein Traum sei zudem die Schaffung einer neuen Gaststätte in Flussnähe, mitsamt Brücke über die Zwester-Ohm und einem dazugehörigen Gästebereich im Musikgarten.

Mit der Aufwertung des Ortskerns solle das Dorf für Einheimische und Touristen noch attraktiver werden. Der Ortsbeirat unterstützt das Projekt „uneingeschränkt“, teilte auch Ortsvorsteher Walter Kaiser mit. Man warte nun ab und sei gespannt, wie die Bürger entscheiden und sich alles entwickelt.

Finanziert werden soll der neue dörflich-kulturelle Treffpunkt durch Mittel aus dem europäischen Förderprogramm „Lea­der“. Das endgültige Konzept soll bis spätestens Oktober stehen. Über die gemeindeübergreifende „Region Marburger Land“ kann dann ein entsprechender Förderantrag für die EU-Mittel gestellt werden.

In das Projekt investierte die Gemeindevertretung bisher 20000 Euro. Wenn alles planmäßig verläuft, könnte im Sommer nächsten Jahres die Zusage und damit der Baustart anstehen, hofft Schulz. „Bis 2017 sollte alles fertig werden.“

von Ina Tannert

Termin
Das erste Treffen der Musikgarten-Steuerungsgruppe findet am 31. August um 20 Uhr im Bürgerhaus statt. Jeder interessierte Bürger ist willkommen.
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