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Schule wird zum Multi-Kulti-Zentrum

Schüleraustausch Schule wird zum Multi-Kulti-Zentrum

Die Schüleraustausche mit Australien, Frankreich und Polen fielen in diesem Jahr zusammen. Dies bescherte der GSE eine befruchtende Multi-Kulti Atmosphäre.

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Austauschschüler aus Polen und Frankreich besuchten mit ihren Gastgebern von der GSE gemeinsam „Point Alpha“. Da die australische Gruppe aus organisatorischen Gründen nicht dabei sein konnte, wurde aus Solidarität auch die australische Flagge mit aufs Foto genommen.

Quelle: Privatfoto

Heskem. Für die Schule ist es eine logistische Herausforderung, für die Jugendlichen ein einmaliges Erlebnis: Drei fremde Nationen gleichzeitig zu Besuch auf dem Schulhof und in den Klassen, das ist „erstmalig“ in der langen Schüleraustauschgeschichte der Gesamtschule Ebsdorfergrund (GSE).

Eine absichtliche Planung war es nicht, vielmehr sei es eher ­eine zufällige Begebenheit, erzählte Marcus Bitzhöfer, Lehrer und Koordinator des Austausches mit Polen und Frankreich. Insgesamt sind 51 Schüler zu Besuch, davon kommen 25 aus Frankreich, 15 aus Polen und 11 aus Australien. Wobei der Austausch mit Australien gemeinsam mit der Gesamtschule Niederwalgern und der Georg-Büchner-Schule Stadtallendorf organisiert wurde und insgesamt 28 Australier zählte. Grundsätzlich hatte jede Austauschgruppe ihren eigenen ­Unternehmungsplan.

Kontakte bestehen seit langen Jahren

Dieser war schon allein den Aufenthaltszeiten geschuldet,­ die mit sechs und zehn Tagen sowie vier Wochen unterschiedlich waren. Den kürzesten Besuch machten die Schüler aus Polen und den längsten die Australier. Dennoch konnte man auch Schnittpunkte einrichten. Beispielsweise gingen die polnischen und französischen Schüler mit ihren deutschen Austauschpartnern gemeinsam bowlen und unternahmen eine Fahrt zur Gedenkstätte „Point Alpha“, an der ehemaligen Grenze zur DDR. Überdies bot sich den verschiedenen Nationen der Austausch auf dem Schulhof oder in der Freizeit. Was die Kommunikation zwischen den Gruppen, die alle etwa das gleiche Alter hatten und die achten oder neunten Klasse besuchten, können man nur staunen, meinte Steffen Schmidt, Organisator des Australienaustausches. „Die Schüler gehen mit ganz großer Offenheit aufeinander zu“, so die Beobachtung beider Lehrer. „Im englischen Kauderwelsch wird sich dann verständigt“, meinte Bitzhöfer. Für die Austauschpartner sei das eine rundum positive Erfahrung. Über die drei Länder hinaus bietet die GSE zudem einen Spanienaustausch an, der alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Polenaustausch stattfindet.

Der Kontakt nach Frankreich und Australien besteht schon seit 25 und 20 Jahren. Ein junges Pflänzchen ist die Begegnung mit Polen, die mit Unterstützung des Partnerschaftsvereins der Gemeinde Ebsdorfergrund zustande kam.

Diese pflegt eine Partnerschaft mit der polnischen Gemeinde Liniewo, nahe der Stadt Danzig. „Uns ist es wichtig, dass wir auch einen Austausch in ein östliches Land anbieten können“, betonte Bitzhöfer. Anfangs sei das Interesse der Schüler nicht so groß gewesen. Da habe es an Überzeugungsarbeit bedurft, so der Koordinator. In diesem Jahr ist es das dritte Treffen mit Polen und die Zahl der Austauschschüler steigt.

von Martina Becker

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