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Schöne Töne zwischen Holz und Spänen

Chorkonzert Schöne Töne zwischen Holz und Spänen

Ins Ebsdorfer Sägewerk drängten sich am Samstagabend mehr als 500 Besucher. Sie hörten aber kein Sägen und Schreddern, sondern abwechslungsreiche Chormusik von großen und kleinen Sängern.

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Rund 500 Zuhörer kamen ins Sägewerk Lemmer in Ebsdorf und erlebten dort ein vielseitiges Chorprogramm.

Quelle: Patricia Kutsch

Ebsdorf. Manchmal führt der Zufall zu einer besonderen Idee. So war es auch mit dem Chorkonzert der Ebsdorfer Sänger im Sägewerk der Familie Lemmer. „Wir haben hier vor zwei Jahren für ein Ständchen geübt, weil das Bürgerhaus belegt war“, erklärte der Vorsitzende Wolfgang Lemmer. Dem Inhaber des Sägewerks, Karl-Horst Lemmer, gefiel der Klang in seiner Fertigungshalle. Daher schlug er ein Konzert vor, auf das sich der Männergesangverein zwei Jahre vorbreitet hatte.

Viel Arbeit hatten die Sänger investiert, bevor die ersten Töne erklangen. Sägespäne, Holz und Maschinen mussten der Bestuhlung weichen, bevor aus der Fertigungshalle ein ungewöhnlicher Konzertsaal wurde. Dann erfüllten die Chöre des MGV und zwei befreundete Sängergruppen das Sägewerk mit ihrem Gesang.

Die 35 kleinen Sänger des Kinderchors „Schöne Töne“ eroberten nicht nur die Bühne, sondern auch die Herzen der Zuhörer. Sie sorgten mit „Da berühren sich Himmel und Erde“ für einen gefühlvollen Auftakt. Gute Laune versprühten die Kinder mit „Happy“ von Pharrell Williams und „Probiers mal mit Gemütlichkeit“ aus dem „Dschungelbuch“.

Gänsehaut und Freundschaften

Gänsehaut pur bescherten sie mit „Auf uns“ von Andreas Bourani und Erinnerungen an die Fußball-Weltmeisterschaft. Die beiden ältesten Sängerinnen Finja und Jasmina gaben ihren Abschied aus dem Chor mit „When I’m gone“ - einem Lied, dessen akustische Begleitung aus rhythmischem Klatschen und Becherklappern besteht. Der Gemischte Chor „Neue Töne“ sorgte gemeinsam mit den Kindern für viele Lacher mit dem Lied „Bad Segeberg“ von den „Wise Guys“. So sangen sie etwa „Im Sägewerk Bad Segeberg hat keiner mehr zehn Finger“.

Humorvoll zeigte sich der gemischte Chor auch mit „Nette Begegnungen“ von Oliver Gies und dem schwungvollen „Mein kleiner grüner Kaktus“. Aktuelle Charthits und bekannte Gospelsongs standen ebenfalls auf dem Notenzettel. Großen Applaus bekamen die Ebsdorfer Sänger für den Gospel „Oh happy day“.

Der Männerchor überzeugte mit seinen kraftvollen Stimmen. 42 Männer aller Altersklassen schlugen leise und laute Töne an, sangen bekannte Volkslieder und feierten eine gelungene Premiere mit „Soon I will be done“. Freundschaft geschlossen haben die Ebsdorfer bei einem Konzert zu dem MGV „Frohsinn“ aus Eschenbach.

Wohlfühlen zwischen Holz und Maschinen

Der Chor folgte daher einer Einladung in das Sägewerk und brachte ungewöhnliche Chormusik zu Gehör: Sie sangen „Ohne Dich“ von „Rammstein“ und „Nur zu Besuch“ von den „Toten Hosen“. Klassische Chormusik, die von der schönen Natur handelt, hatten die Männer ebenfalls im Gepäck.

Abwechslungsreich und vom Publikum vielfach bejubelt war auch das Programm der Gruppe „Soundhaufen“ aus Maulbach unter Leitung von Uwe Henkhaus. Sie erzählten die Geschichte „Es waren zwei Königskinder“ musikalisch, intonierten das schwedische Volkslied „Uti var hage“ und interpretierten den „Mann im Mond“. Aktuelle Popmusik hatten sie mit „Wenn Worte meine Sprache wär‘n“ auf den Notenzetteln.

Mehr als 500 Zuschauer applaudierten den fünf Chören. Laut Wolfgang Lemmer übertraf die Besucherzahl alle Erwartungen. Die Besucher fühlten sich sichtlich wohl zwischen Holz und Maschinen und bevölkerten auch nach dem Konzert noch das Gelände des Sägewerks, um bei Gegrilltem und Getränken den Abend ausklingen zu lassen.

von Patricia Kutsch

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