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Schnelles Internet, mehr Einwohner, energieautark

Neuerungen für die nächsten Jahre Schnelles Internet, mehr Einwohner, energieautark

Bürgermeister Andreas Schulz plant auf vielen Gebieten Neuerungen und Weiterentwicklungen. Dabei sollen auch die Bürger mit einbezogen werden, denn nicht alles läuft kritiklos ab.

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Die Ortsdurchfahrt Heskem. Mit dem geplanten Bau der Umgehungsstraße soll die enge Durchgangsstraße entlastet werden.

Quelle: Thorsten Richter

Rauischholzhausen. Vor allem für Heskem soll sich in den nächsten Jahren einiges ändern. „Wir konnten mit einem zinslosen Darlehen von 4.4 Millionen Euro an das Land Hessen das Projekt der Umgehungsstraße deutlich beschleunigen. Durch die verbesserte Anbindung erhoffen wir uns neben der Dorfberuhigung vor allem Steuereinnahmen durch mehr Gewerbe und mehr Einwohner“, so der Bürgermeister.

Internet soll doppelt so schnell werden

Da sich auch in Ebsdorfergrund die Altersstruktur in den letzten Jahren deutlich geändert hat, wird in Heskem außerdem bis 2018 ein Mehrgenerationenpark mit 30 Wohnhäusern errichtet werden. In eine ähnliche Richtung geht der am 17. Februar zu eröffnende „Grundtreff“ in Wittelsberg. Um dabei eine bestmögliche Anbindung zu gewährleisten, wird es entsprechende Angebote mit Bus und Taxi geben.

Aber auch für die jüngeren Anwohner der Gemeinde soll sich in den nächsten Jahren einiges ändern. „Wir haben derzeit mit 25 MBit eine durchaus gute Internetverbindung in Ebsdorfergrund, aber das genügt nicht, wenn man mehr Menschen im Erwerbsalter hier ansiedeln möchte. Diese neue Generation ist immer mehr an den Möglichkeiten, per Home-Office arbeiten zu können, interessiert, deswegen wollen wir die Netzgeschwindigkeit verdoppeln.“

Um die bis dato gute Einsatzfähigkeit der Feuerwehren zu würdigen und zu erhalten, plant die Gemeinde weiterhin die Beschaffung von fünf neuen Feuerwehrfahrzeugen; und junge Eltern sollen durch eine Aufstockung der Krippenplätze für unter Drei-Jährige unterstützt werden.

Eine Gasleitung wird es nicht geben

Besonders ambitioniert ist das Ziel des Bürgermeisters, bis 2020 einer der wenigen komplett energieautarken Gemeinden in Europa vorzustehen. „Dieses Ziel wollen wir durch Einsparungen, unsere Biogasanlagen und den Ausbau der Windkraft erreichen. Da natürlich niemand allzu gerne Windräder vor der Haustür hat und diese aber nun einmal sehr effektiv sind, wollen wir uns zwischen den Dörfern dabei so absprechen, dass auch jeweils der Ortsteil anteilmäßig Geld bekommt, der auf die Dinger gucken muss“, erklärte Schulz und fügte hinzu: „Sonst geht das so aus wie mit den Windrädern auf der Grenze von Amöneburg, die kassieren und wir haben’s vor der Nase.“

Zum Thema Energie gab es einige Beiträge von den knapp 30 Besucherinnen und Besuchern, wobei auch die Frage nach einer Gasleitung abermals zur Sprache kam. Hier musste Schulz allerdings eine klare Absage erteilen: „Wir haben das bei den Stadtwerken Marburg mehrfach angefragt, aber es lohnt sich für die einfach nicht.“

Schulz: Es ist noch nichts entschieden

Für Kritik sorgte vor allem das geplante Gewerbegebiet in Ebsdorf, welches unter anderem der Firma Grau einen leichteren Güterverkehr ermöglichen soll. Einige Anwohnerinnen und Anwohner bemerkten hier, dass dieses Vorgehen nicht zu vereinbaren sei mit dem Konzept der Verkehrsentlastung in Heskem. Schulz dazu: „Zunächst einmal reden wir hier, wenn es denn so kommt, von drei Lkw im Betrieb und der gut ausgebauten Bahnhofstraße; und dann ist dabei ja auch noch nichts entschieden, es gibt noch einige Sitzungen zu dem Thema, bei denen Sie sich dazu einbringen können.“

von Markus Hergenhan

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