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Schnappschüsse aus vergangenen Zeiten

Foto-Ausstellung Schnappschüsse aus vergangenen Zeiten

Karl Krantz hatte nicht nur als Bürgermeister immer ein Auge auf seine Gemeinde Weimar, auch durch die Linse bewies und beweist er ein sicheres Auge.

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Otto Weimar (von links), Hans Schneider und Karl Krantz haben eine Bilderausstellung zusammengetragen, die im Rathaus zu sehen ist.

Quelle: Götz Schaub

Weimar. Fotos und seit einiger Zeit Videofilme sind das Steckenpferd von Karl Krantz. Mit der Filmkamera begleitet Weimars Altbürgermeister bis dato alle wichtigen Entwicklungen in seiner Heimat, produzierte jüngst einen Film mit Ansichten der Ortsteile aus der Luft.

Früher hatte er immer einen Fotoapparat dabei. Und das auch schon lange vor seiner Zeit als Bürgermeister. Den ersten Fotoapparat kaufte er sich von seinem Konfirmationsgeld: Eine Ikon von Zeiss. „Die habe ich heute noch“, verrät Krantz. Und so wie er offensichtlich keine Kamera entsorgen kann, so kann er sich auch nicht von den Fotos trennen, denn wenn es auch mittlerweile unzählige sind, so ist doch jedes Einzelne ein Stück Geschichte seiner Heimat.

Von Kühen über Gebäude bis zu Ereignissen

Vom Schnappschuss einer sich auf den Knien abstützenden Kuh, die so versucht, an frische Gräser jenseits des Weidezauns zu kommen, bis zu Gebäuden, die mittlerweile schon längst abgerissen oder umgebaut oder einer neuen Nutzung zugeführt wurden. Einen kleinen aber doch sehr interessanten Teil seiner Fotos sind derzeit in der Weimarer Verwaltung, also im Rathaus in Niederweimar in den Fluren des Erdgeschosses und des ersten Obergeschosses zu sehen. Für die Ausstellung machten sich auch Gemeindearchivar Hans Schneider und sein Kollege aus dem Geschichtsverein Otto Weimar stark.

Einige Fotos liefern sogar ganz verblüffende neue Ansichten von Altbekanntem, eben nur aus einer anderen Perspektive. Ob Menschen, Gebäude, Landschaften oder Ereignisse wie Hochzeiten, Hochwasser, Baustellen oder Sportveranstaltungen, für Schneider besitzen die Fotos von Kranz unermesslichen Wert für das Archiv. Und dort sind in den Schränken noch ganz viele Fotos fein säuberlich nach Orten in Aktenordnern sortiert.

Die Fotos laden ein, sich zu erinnern, aber auch zum Staunen, wie alles früher einmal war. Krantz möchte aber auch eine Person nicht vergessen wissen: Heinrich Ehlich aus Oberweimar, der nicht nur malte, sondern auch Ansichten sammelte, die Krantz reproduzierte.

von Götz Schaub

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