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Schelte und Unverständnis im schönen Fachwerkdorf

Dorfgemeinschaftsliste Ebsdorf Schelte und Unverständnis im schönen Fachwerkdorf

In Ebsdorf treten neben der SPD zwei Bürgerlisten an. Die „Dorfgemeinschaftsliste“ (DGL) wirft der anderen Liste, „Bürger für Ebsdorf“ (BfE), nun öffentlich einen „Vertrauensbruch“ vor.

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In dem schönen Ebsdorfergrund-Ortsteil Ebsdorf gibt es erstmals zwei bürgerliche Listen zur Kommunalwahl.

Quelle: Thorsten Richter

Ebsdorf. „Die Dorfgemeinschaftsliste (DGL) ist enttäuscht über zweite Liste in Ebsdorf“, heißt es in einer Mitteilung der DGL-Kandidaten Mario Luther, Ralf Lemmer, Matthias Kaiser, Vincent Grau und Marcell Büttner. Ihr Argument: „Personen, die auf der zweiten bürgerlichen Liste stehen, nahmen im Vorfeld an Versammlungen zur Erstellung der DGL-Liste teil und stehen nun der BfE-Liste vor. Für die DGL Ebsdorf ist dieser Vorgang ein Vertrauensbruch und sie bedauert dies zutiefst.

Interna und Wahlstrategien sind jetzt auch einer anderen Wählerliste bekannt. So geht man nicht miteinander um.“ Dann folgt eine direkte Anrede an die Wähler: „Die Wählerinnen und Wähler von Ebsdorf mögen sich ein eigenes Bild machen und am 6. März der Bürger-für-Ebsdorf-Liste die Quittung dafür erteilen.“ Die DGL stehe für „Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit – versprochen“. Die Mitglieder der „Bürger für Ebsdorf“-Liste verstehen diesen Angriff nicht.

Die beiden Versammlungen der DLG im November und Dezember wurden in der Tat einmal von einer Person und die zweite von drei Personen besucht, die jetzt auf ihrer Liste stehen. Doch hatten sie nach diesen Besuchen nicht vorgehabt, eine eigene Liste zu erstellen.

„Wir hatten den Eindruck gewonnen, dass die Listenplätze schon vorher vergeben wurden, uns wurde nur angeboten, die weiteren Plätze zu belegen“, sagt Marita Staubitz von der BfE-Liste. Erst am 20. Dezember, also wenige Tage vor Listenabgabeschluss beim Wahlleiter, habe man über eine öffentliche Plattform im Internet, und zwar auf myheimat.de, das Wahlprogramm der DGL zur Kenntnis genommen.

„Wir stellen uns eine andere Herangehensweise  vor, wie unser Dorf weiter entwickelt werden soll“, so Klara Kaiser. Alle auf der BfE-Liste seien parteilos. „Wir entschieden uns erst an diesem Abend in einer Art Sturzgeburt, eine Liste zu machen“, sagt Rainer Bier. Und weiter: „Wir wollen damit auch denen ein Forum geben, die sich nicht durch die anderen beiden Listen angesprochen fühlen“.

Man habe ganz sicher während einer für alle Mitbürger zugänglichen Versammlung nichts ausspioniert. „Wir haben dort die Frage gestellt, wie es weitergehen soll und haben für uns keine zufriedenstellende Antwort darauf erhalten. Auf die hinteren Plätze wollten wir dann auch nicht gehen“, sagt Staubitz. Mehr wollen sie, Wolfgang Mink, Christian Hauer, Hans-Heinrich Hartung und Rainer Bier zu dieser Sache nicht sagen.

In der Tat sollen nun, wie von der DGL aufgefordert, einfach die Wähler entscheiden. Und wenn dann aus beiden bürgerlichen Listen Vertreter im neuen Ortsbeirat sein sollten, dann wäre es doch für alle Beteiligten besser, dass man unbelastet miteinander für das Dorf und seine Bewohner arbeiten könne, so die BfE-Mitglieder.

von Götz Schaub

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