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Sänger bringen Bewegung ins Publikum

Chorkonzert in der Kirche Sänger bringen Bewegung ins Publikum

Der Ebsdorfer Chor "Neue Töne" und der Jugendchor Roßdorf haben die Konzertbesucher am Wochenende die Musik spüren lassen: mit gesun­genen Lobpreisungen, schwungvollen Gospels und rockiger Popmusik.

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Mit „Ain’t no mountain high enough“ brachten die Ebsdorfer „Neuen Töne“ Bewegung in den Chor und in das Publikum. Nicole Waßmuth (kleines Foto) vom Jugendchor Roßdorf heizte
bei dem Konzert in der Kirche mit TNT von ACDC ein.

Quelle: Patricia Graehling

Ebsdorf. Wann hört man in der Kirche schonmal den harten Rock von ACDC oder ein kraftvoll geschmettertes „I will sur­vive“? Es ist zumindest keine alltägliche Gottesdienst-Musik, die durch die Akustik in der Ebsdorfer Kirche jedoch wunderbar zur Geltung kommt. Nicole Waßmuth vom Jugendchor Roßdorf hat das Konzert des Chors „Neue Töne“ aus Ebsdorf, bei dem die jungen Sänger mitgewirkt hatten, mit solchen Liedern bereichert - und vom Publikum dafür großen Applaus bekommen.

So hat die junge Sängerin etwa mit „Umbrella“ in der Rock’n’Roll-Version von den Baseballs die Reihen dazu gebracht, den Takt bis in die Zehenspitzen zu spüren.

Die Gäste aus Roßdorf können jedoch nicht nur laut und rockig. Das haben sie mit modernen Lobpreisungen gezeigt, die sie voller Hingabe und Vertrauen in Gott durch das Gemäuer haben erschallen lassen. Rhythmisch und schwungvoll war da noch „Gott ist Liebe“. Still und zart hingegen wurde es in der Kirche, als der wegen Krankheit stark dezimierte Chor „Zeichen deiner Liebe“ von Danny Plett , das verträume „Still“ von Carsten Groß oder das friedvolle „Keiner ist wie du“ vortrugen. Der Chor bestritt die Hälfte des Konzerts mit Bravour - wirkte aber wegen der fehlenden Stimmen bei manchen Stücken nicht so kraftvoll. Das Publikum ließ die jungen Sänger dennoch nicht ohne zwei Zugaben von der stimmungsvoll beleuchteten Bühne rund um den Altar gehen.

Mit abwechslungsreich zusammengestellten Stücken begeisterten dann die „Neuen Töne“, die wieder einmal ein gut besuchtes Heimspiel in ihrer Ebsdorfer Kirche hatten, die Zuhörer. Es gab bekannte und mitreißende Gospelstücke, aber auch einige humorvolle, moderne Stücke mit kleinen Überraschungseffekten.

Der stimmgewaltige Chor mit mehr als 60 Sängern, unterstützt von einem Percussion-Ensemble, eröffnete den zweiten Teil des Programms mit einem sanften und melancholischen „Friends“. Doch zuvor war das Publikum selbst gefragt: In der Umbaupause studierten die Ebsdorfer Sänger mit den Besuchern in der Kirche einen kleinen Kanon ein, bei dem jeder aufstehen, klatschen, schnipsen und ein bisschen mitdenken musste. So wieder in Schwung gebracht, war das Publikum dann auch bestens gestimmt für den zweiten Teil des Programms. Da sangen die Ebsdorfer zunächst ein ruhiges Wiegenlied, das sie im vergangenen Jahr von ihrer Konzertreise durch England mitgebracht hatten: „Black Sheep“ gefiel damals den Sängern sofort. An diesem Abend begeisterten sie auch ihr Publikum in Deutschland mit dem ruhigen, sanften Lied.

Bekannte Gospels und zwei exklusive Premieren

Ruhig blieb es dann aber nicht mehr lange. Direkt nach dem Wiegenlied ging es mit Schwung weiter mit einigen der wohl bekanntesten Gospelsongs: „Hail Holy Queen“, „Ain’t no mountain high enough“ und „Joyful, joyful“ aus dem Film „Sister Act“ mit Whoopie Goldberg als singender Nonne. Deborah Mink glänzte als Solistin mit einer warmen, kraftvollen Stimme. Samuel Wagner und Jan Schünemann begeisterten mit einem Rap.

Lustige Töne gab es etwa bei der „Tatschofonie“, die wie eine Seuche um sich greift: Der Sucht danach, ständig auf das Smartphone zu schauen und Nachrichten zu verschicken.

Gleich zwei Premieren hatten die „Neuen Töne“ auch vorbereitet: Bei „Bless the broken road“ glänzte Claudia Peil als Solistin. Bei „Somebody to love“ glänzten Samuel Wagner und Petra Weiß mit ihren Stimmen. Keine Frage, dass die Gastgeber da auch nicht ohne mehrere Zugaben vom Publikum entlassen wurden.

von Patricia Grähling

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