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SG Fronhausen hat keine Tischtennisjugend mehr

Jahreshauptversammlung SG Fronhausen hat keine Tischtennisjugend mehr

Am vergangenen Freitag fand der Vorstand des SG Fronhausen auf der Jahreshauptversammlung des Vereins überwiegend kritische Worte, vor allem bezüglich des Nachwuchs- und Betreuermangels.

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Ehrungen bei der SG Fronhausen (von links): Die Vorsitzende Marion Fuchs mit den Geehrten Dennis Schmitt und Richard Keil, rechts Vorsitzender Hans-Rudolf Heuser.Foto: Lisa Rösser

Fronhausen. Sehr kontrovers diskutierten die Anwesenden die Einfügung einer Datenschutzklausel in die Vereinssatzung. Durch diese Klausel wird etwa das Erscheinen der Mitglieder in Wort und Bild in verschiedenen Medien, aber auch die Weitergabe von Personendaten geregelt.

Als Hauptgrund für die Einführung dieser Klausel nannten die Vorstandsmitglieder die Vereinsförderrichtlinien der Gemeinde Fronhausen. Diese sehen beispielsweise vor, dass nur Vereine, deren Mitglieder zu 51 Prozent in der Gemeinde ihren Hauptwohnsitz haben, Förderung erhalten.

Auch die Überprüfung des Alters der Mitglieder, relevant für die Förderung des Jugendangebots, behält sich die Gemeinde vor. Zu diesem Zweck fordert sie von den Vereinen die Herausgabe der entsprechenden Personendaten ihrer Mitglieder. Zudem wurde der Beitragsparagraf auf die Einführung des neuen Lastschriftverfahrens „SEPA“ angepasst. Eher von Betrübnis geprägt waren die Berichte der Spartenleiter. Der „Lauftreff“ klagte über die immer geringer werdende Beteiligung an gemeinsamen Aktivitäten und am Training, aber auch über das deutliche Fehlen des Läufernachwuchses sowie den starken Rückgang der Teilnahme der Vereinsmitglieder an Wettkämpfen. In der Tischtennisabteilung war besonders die Schließung der Schüler- und Jugendsparte ein großes Thema, welche sich daraus ergab, dass nach dem Ausscheiden des vorigen Jugendwarts kein Ersatz finden ließ. Eine Wiedereröffnung der Jugendabteilung schließt der Vorstand zwar nicht aus, dieser wäre jedoch noch stärker als zuvor von den auch im Tischtennis spürbaren Nachwuchsproblemen betroffen.

Die Leichtathletik ist vor allem im Bereich des Kinderturnens nach wie vor gefragt. Problematisch sei hier insbesondere der Wechsel in andere Teilbereiche des Vereins, so der Vorstand. Auch der Fußball hatte Mindereinnahmen gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen, ist jedoch bei den Kindern und Jugendlichen weiterhin beliebt, auch wenn sich der Nachwuchsmangel in den älteren Mannschaften bemerkbar mache.

Auch hier mangelt es jedoch an der Betreuung. Das Engagement sei derart rückläufig, dass eventuell ein Trainer einzustellen ist, was einen Zusatzbeitrag notwendig machen würde. Wenn das Problem sich in dieser massiven Form fortsetze, müsse in einigen Jahren wohl darüber nachgedacht werden, ob man den Verein auflösen sollte.

Die geplante Sanierung des Sportheims dagegen soll vor allem die Energiebilanz verbessern. Der Fokus auf Energieeffizienz erfordert unter anderem Dämmung, neuen Putz und Austausch der Fenster. Weiterhin soll die Heizung auf Gas umgestellt werden, wodurch auch neuer Lagerraum entsteht. Der Verein wird für die Arbeiten etwa 20000 Euro selbst erbringen müssen.

von Lisa Rösser

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