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Rotes Pflaster statt alter Splitt-Decke

Friedhof Rotes Pflaster statt alter Splitt-Decke

Sie verschönerten den ­Eingang des neuen Friedhofs in Hachborn und schnitten die Bäume in ­Eigenleistung: Damit ­haben die Bürger der Gemeinde Arbeiten im Wert von 6000 Euro erspart.

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Carsten Görlich (links) und Ortsvorsteher Jürgen Schäfer präsentieren die in Eigenleistung neu ­gepflasterte Fläche am Eingang des Hachborner Friedhofs.

Quelle: Martina Becker

Hachborn. „Es war ein langgehegter Wunsch des Ortsbeirates Hachborn“, sagte Bürgermeister Andreas Schulz über die Umgestaltung des Friedhofseingangs. Wo sich bislang eine Fläche mit Splitt erstreckte, gibt es jetzt rotes Pflaster. Ein Vorteil: Der Eingangsbereich des Friedhofs ist nun barrierefrei.

Zu verdanken hat die Dorfgemeinschaft diese Veränderung in der Hauptsache dem Ortsbeiratsmitglied Carsten Görlich, einem Garten- und Landschaftsbauer. „In unermüdlichem Einsatz hat er hier gewirkt“, lobte Ortsvorsteher Jürgen Schäfer, der ebenfalls mitgearbeitet hat.

Auch Bäume wurden von dem Grundstück entfernt, die mit ihren Wurzeln drohten, die Gräber und Gehwege zu beschädigen. Die entstandenen Kosten für die Gemeinde beliefen sich auf 1500 Euro, was reine Materialkosten waren. „Durch die rund 100 Stunden Eigenleistung hat die Gemeinde etwa 6000 Euro Fremdkosten gespart“, freute sich der Bürgermeister. Er informierte zudem über eine Neuerung. Seit Jahresbeginn belohnt die Gemeinde Eigenleistungen auf Friedhöfen mit 250 Euro pro fünfzig geleisteter Arbeitsstunden. Damit wolle sie die Bereitschaft zum Selbermachen auch finanziell unterstützen und den steigenden Unterhaltskosten und damit steigenden Friedhofsgebühren entgegenwirken, erklärte Schulz. Zurzeit liegt der Kostendeckungsgrad bei den Friedhofsgebühren in Ebsdorfergrund bei achtundfünfzig Prozent. „Mit der Einführung solcher Anreizsysteme will ich einer Gebührenerhöhung in der Gemeinde entgegenwirken“, betonte der Verwaltungschef. Das ausgezahlte Geld solle ausschließlich in die Kasse des Ortsbeirates fließen, um es für das Dorf wieder nützlich einsetzen zu können.

von Martina Becker

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