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Roßberger Kinder lieben ihre Bücherei

Bücherei-Spielgruppe Roßberger Kinder lieben ihre Bücherei

Seit zwei Jahrzehnten kümmern sich Roßberger mit Leidenschaft um die Lesekompetenz ihrer kleinsten Mitbürger. Mit einem kinderfreundlichen Fest feierten rund 100 Bürger am Sonntag die Einrichtung der Bücherei-Spielgruppe.

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Die Roßberger Kinder läuteten mit viel Tamtam und Trommelklang das Jubiläumsfest am Bürgerhaus ein. Zuvor fand an der Roßberger Kirche die Einweihung des frei zugänglichen Bücherschranks statt. Darin befinden sich nun auch Bücher für erwachsene Lesefreunde.

Quelle: Martina Becker

Roßberg. Einmal in der Woche werden aus der kleinen Kinderbücherei im Bürgerhaus die Bücher, Spielsachen und Spiele hervorgeholt. Dann trifft sich die Spielgruppe, sprich die jungen Mütter aus Roßberg kommen mit ihren Kindern zu einem gemeinsamen Nachmittag zusammen.

Das 20-jährige Bestehen dieser Einrichtung wurde am Sonntag mit allem was ein kindbetontes Fest schön macht, gefeiert. Riesenbauklötze, Bobbycar, Bastelstationen, Schminken, „tolle Spiele“ und die Gruppe „Spunk“ machten die Veranstaltung zu einem erlebnisreichen Tag.

Dessen offizieller Teil begann mit einem außergewöhnlichen Event an der Kirche. Hier wurde die kleinste „Bücherei“ der Gemeinde Ebsdorfergrund, ein offener Bücherschrank eingeweiht. Die Idee, die in größeren Städten schon länger beheimatet ist, wurde für Roßberg von der Bürgerin Ute Niehues vorgeschlagen.

In die Tat umgesetzt hatte diese dann Ortsvorsteher Werner Böckler. Er besorgte einen passenden Schrank und machte ihn entsprechend wetterfest. Gedacht ist diese immer zugängliche Büchersammlung für die erwachsenen Leseratten im Dorf. Das System beruht auf einem Geben und Nehmen. Jeder Bürger kann ein Buch solange behalten, wie er möchte. Auch eine Rückgabe ist nicht nötig.

Wer Lesestoff hineingestellt hat, hat dieses sozusagen verschenkt. Offiziell enthüllt wurde das Objekt von dem 90-jährigen Peter Ebert und dem sechs Monate alten Julian Roy. Sozusagen stellvertretend für die junge sowie reife Generation. Schirmherr Bürgermeister Andreas Schulz gratulierte herzlich zu beiden Anlässen. „Lebens- und liebenswert wird ein Dorf durch kleine Dinge, die das Miteinander im Dorf prägen“, so der Bürgermeister.

Sowohl die „Kinderbücherei“ wie der Bücherschrank seien gute Beispiele für gelebte Dorfgemeinschaft, auf die Roßberg stolz sein könne. Auch auf die Wichtigkeit einer hohen Lesekompetenz verwiesen sowohl der Bürgermeister als auch der Ortsvorsteher.

Als „Lokalpatriot“ freue er sich, dass Roßbergs Kinder über diese „sinnvolle“ Einrichtung eine besondere Verknüpfung mit dem Dorf erhielten, so Böckler. Careen Knauf, Sprecherin der aktuellen Spielgruppe dankte den zahlreichen Helfern, die das Funktionieren der Einrichtung aktuell garantieren.

Ihr Dank ging auch an die Gemeinde, für deren stete finanzielle Unterstützung und besonders an die Gründer. Die Idee für die Kombination Bücherei und Kindergruppe entstand vor mehr als 20 Jahren. Ute Niehues, Rosi und Reinhold Jäger, Hilde Vollmer, Lore Fey und Hilde Grün-Happel hatten sich für das Projekt stark gemacht und es trotz „anfänglicher Widerstände“ umgesetzt. Bis vor drei Jahren führte Ute Niehues als Ansprechpartnerin die Bücherei. Diese Verantwortung teilen sich heute gemeinsam mit Careen Knauf Ute Wiegand, Petra Graf und Nicole Briel.

Im Gespräch mit der OP erzählte das Ehepaar Jäger von den Anfängen der Einrichtung. Um einen Bestand an Büchern und Spielgeräten zu bekommen hatte man damals mehrere Jahre in Folge einen Weihnachtsbasar ausgerichtet. Selbst Gebasteltes sei dann verkauft worden, um die Grundfinanzierung zu sichern.

Das Fest am Bürgerhaus läuteten die Kinder am Sonntagmorgen ein. Sie zogen nach dem offiziellen Teil musizierend vom Kirchplatz zum Bürgerhaus. Hier feierten über den Tag rund 100 große und kleine Bürgerinnen und Bürger mit.

von Martina Becker

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