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Ringen um einen alternativen Standort

Betreutes Wohnen in Fronhausen Ringen um einen alternativen Standort

So viel ist klar: Alle Fraktionen wollen, dass das Projekt „Betreutes Wohnen“ einer ortsansässigen Investorin auch in Fronhausen umgesetzt wird. Doch nicht alle wollen dafür den derzeitigen Festplatz hergeben.

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Oberhalb des Bolzplatzes, der an den Parkplatz des Dorfgemeinschaftshauses grenzt, bietet Ernst Bodenbender ein Alternativ-Grundstück für das Projekt „Betreutes Wohnen“ an.

Quelle: Götz Schaub

Fronhausen. Mehr als 500 Unterschriften von Bürgern für den Erhalt des Festplatzes „Auf der Schwärz“, das dürfe man als Gemeindevertreter nicht ignorieren, meinte Lothar Nau von der CDU während einer gemeinsamen Sitzung des Hauptausschusses und des Planungsausschusses am Mittwochabend. Angelika Knorr-Marin möchte gern auf dem jetzigen Festplatz „Auf der Schwärz“ das Projekt „Betreutes Wohnen“ umsetzen (die OP berichtete). Doch braucht sie bis zum 30. Juni Klarheit darüber, ob sie das auch machen kann. Bis dahin wird ihr auch ein Alternativstandort außerhalb der Gemeinde Fronhausen angeboten. Während die CDU den Festplatz dafür generell nicht hergeben will, wollen Claudia Schnabel und Martin Wenz von der Initiative Fronhausen gesichert wissen, wo ein neuer Festplatz entstehen wird. Günter Majewski von der SPD wies zwar darauf hin, dass es in der aktuellen Diskussion alleine um das Projekt „Betreutes Wohnen“ gehen müsse, fand dafür aber keine Mehrheit. Also wurde auch über die Zukunft des Festplatzes gesprochen. Ein von der Gemeinde favorisierter Ersatzplatz für den Festplatz am alten Klärwerk wurde bereits vom Naturschutzbund in Zweifel gezogen. Die Gemeinde bleibt deshalb aber locker, glaubt, dass ihre Chancen nicht schlecht stehen, dort einen Festplatz ausweisen zu dürfen.

Derweil gibt es in Ernst Bodenbender einen Fronhäuser Landbesitzer, der bereit wäre, Angelika Knorr-Marin ein Alternativ-Grundstück zur Verfügung zu stellen. Dieses liegt direkt oberhalb des Bolzplatzes zur Wohnbebauung hin. Da Bodenbender wie auch Knorr-Marin bei der Sitzung zugegen waren, kam man überein, dass die beiden zusammen mit Bürgermeister Weber ein Gespräch über eine mögliche Umsetzung des Projekts an oben beschriebener Stelle sprechen sollen. Ein Termin wurde bereits vereinbart, so dass die Gemeindevertreter am Donnerstag darüber informiert werden können, ob die Alternative greift oder nicht.

Sollte sie greifen, gibt es natürlich keinen Investor mehr für den Festplatz, so dass die dort stehende Mehrzweckhalle aufgrund eines beschlossenen Sperrvermerks im Gemeindehaushalt auch nicht abgerissen werden kann. Sie kann bekanntlich nur dann abgerissen werden, wenn es einen Käufer für das Grundstück gibt. Somit kann sie auch nicht als Sanierungsfall verkauft werden.

von Götz Schaub

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