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Rentsch pumpt sich Geld vom "Grund"

Verkehrsminister zu Gast in Heskem Rentsch pumpt sich Geld vom "Grund"

Normalerweise kommen Minister in die Kommunen, um Zuschüsse oder Förderbescheide zu überbringen. Der hessische Verkehrsminister nahm hingegen per Unterschrift Geld aus der Gemeinde Ebsdorfergrund mit nach Wiesbaden.

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Bürgermeister Andreas Schulz zeigt dem hessischen Verkehrsminister Florian Rentsch anhand einer Karte den Verlauf der geplanten Ortsumgehung für Heskem.

Quelle: Nadine Weigel

Dreihausen. Sind die denn in Wiesbaden jetzt schon so arm, dass sie bei den Kommunen Geld einfordern müssen wie der Sheriff von Nottingham in Sherwood Forest? – Nein, nein. Hier liegt kein Skandal vor der Wahl vor. Ganz im Gegenteil. Hier geht es um Vernunftshandeln über Parteigrenzen hinweg.

Am Freitag kam also der hessische Verkehrsminister um mit seiner Unterschrift die hessenweit erste Vereinbarung nach dem neuen „Kommunalen Interessen Modell“ (KIM II) in trockene Tücher zu bringen. Gegenstand der Vereinbarung ist der Bau und die Finanzierung der Umgehungsstraße L 3125 für den Ortsteil Heskem. Wie bereits bekannt, finanziert die Gemeinde die neue Landesstraße mit eigenem Geld vor.

Die Farbe spielt hier keine Rolle

Und so gab es am Freitag auch nur zufriedene Gesichter als sich Rentsch für das stringente Verfolgen einer Vision bei der Gemeinde bedankte. Wie Ebsdorfergrunds Bürgermeister Andreas Schulz sah auch er die Wichtigkeit und damit die Umsetzung des Projekts an erster Stelle, und keinesfalls parteipolitische Spielchen, nur weil der Grund „rot“ ist und die Landesregierung „schwarz und gelb“.

Schulz und Rentsch waren auch nicht die einzigen, die von einem guten Tag sprachen. Auch Landrat Robert Fischbach und Heskems Ortsvorsteher Bruno Weimer zeigten sich erfreut. Bei einer kleinen Feierstunde anlässlich der Unterzeichnung der Vereinbarung erinnerte Weimer auch daran, dass die Planungen für die Ortsumgehung in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts „schon einmal fast so weit waren“.

Dann habe man das Ganze jedoch nicht mehr so intensiv verfolgt und so sei das Vorhaben auch wieder von der Agenda verschwunden mit all den Vorarbeiten, die viel Geld gekostet hatten. So etwas will Rentsch nicht erleben. „Mit der von Ihnen ermöglichten Vorfinanzierung ist beiden Seiten geholfen“, sagte er. Bis 2017 soll die 1,6 Kilometer lange Ortsumgehung fertiggestellt sein. Der Startschuss soll im nächsten Jahr mit dem Endausbau des Kreisels erfolgen.

von Götz Schaub

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