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Region geht einen ganz neuen Weg

Zeiteninsel Region geht einen ganz neuen Weg

In der Gemeinde Weimar wird weiter Geschichte geschrieben. Nicht nur prähistorischer Art. Dass eine Genossenschaft das Freilichtmuseum tragen will, ist im Hier und Jetzt auch für das Land Hessen absolutes Neuland.

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Ministerin Eva Kühne-Hörmann gießt die gestern gepflanzte Genossenschaftslinde auf der Zeiteninsel. Dr. Andreas Thiedmann überreichte ihr und Dr. Christean Wagner eine Replik des prähistorischen Angelhakens, der bei Ausgrabungen gefunden und schon als Souvenirschlager gehandelt wurde.Fotos: Tobias Hirsch

Argenstein. „Wir wollen hier ein Stück Vergangenheit bauen, um ein Stück Zukunft zu schaffen“, sagte Weimars Bürgermeister Peter Eidam anlässlich des zweiten Besuchs der hessischen Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann, auf dem Gelände der Zeiteninsel innerhalb eines Jahres.

Im vergangenen September hatte sie eine schöne Nachricht im Gepäck, nämlich, dass das Land Hessen den Bau des Museums mit 4,8 Millionen Euro bezuschussen wird. „gestern bekräftigte die Ministerin: „Sie können sehr stolz darauf sein, dass das Land Hessen Ihr Projekt mit 90 Prozent der Entstehungskosten fördert, normalerweise sehen wir nur eine Drittelförderung vor. Aber wir wissen, dass hier mit den fünf Zeitenstationen etwas Besonderes entstehen soll.“

Kühne-Hörmann war dieses Mal gekommen, um sich vom Fortgang des Projekts zu überzeugen. Dr. Andreas Thiedmann vom Förderkreis Zeiteninsel begrüßte dabei die Ministerin nicht in dieser Funktion, sondern als einer von zwei Vorstandsmitgliedern der am 28. Mai gegründeten Genossenschaft „Zeiteninsel - Archäologisches Freilichtmuseum im Marburger Land“.

Zeiteninsel als Betandteil des Schulunterrichts bekannt machen

„Damit beschreitet die Region einen ganz neuen Weg für ein museales Trägermodell“, stellte die Ministerin fest. Sie nahm einen ganzen Schwung an Unterlagen in Empfang, den es nun in Wiesbaden vor der Zuteilung von Geldmitteln zu prüfen gilt.

„Besser wir machen das jetzt gründlich und stellen dabei die Nachhaltigkeit des Konzepts fest, als dass wir uns zu einem späteren Zeitpunkt damit befassen müssen“, sagte Kühne-Hörmann weiter, die sich zuversichtlich zeigte, dass das Vorhaben gelingen wird.

Landesarchäologe Professor Egon Schallmayer hob hervor: „Mit der Gründung der Genossenschaft ist eine Wertegemeinschaft entstanden, die über den reinen Wirtschaftsbetrieb hinausgeht und auf den für eine Bürgergesellschaft grundlegenden Werten Selbsthilfe, Selbstverantwortung, und Solidarität beruht.“ „Natürlich bleibt immer ein Rest­risiko, aber das gibt es doch bei allen Projekten“, meinte Eidam. Mit Restrisiko meinte er mögliche finanzielle Unterdeckungen im laufenden Betrieb. Diese müssen dann alleine vom Träger gestemmt werden. Also kommt es auch darauf an, die Zeiteninsel als Ort des Erlebens in der Freizeit, aber auch als Bestandteil des Schulunterrichts bekannt zu machen.

Der stellvertretende Landrat Dr. Karsten McGovern konnte dabei in seiner Eigenschaft als Schuldezernent mitteilen, dass er die Schulen im Kreis budgetmäßig so ausstatten wolle, dass es ihnen möglich ist, die Zeiteninsel als außerschulischen Lernort zu nutzen.

von Götz Schaub

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