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Regengüsse machen Party kuschelig

Oldieabend Regengüsse machen Party kuschelig

Über Gemeinde-, Kreis- und Landesgrenze hinaus zog es die Menschen am Sonntagabend zur Massenparty der Burschenschaft Leidenhofen, die ihre Kapazitätsgrenze schnell erreicht hatte.

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Beste Stimmung herrschte in Leidenhofen im proppenvollen Festzelt.

Quelle: Martina Becker

Leidenhofen. Die Pfingstveranstaltung in Leidenhofen ist ein Phänomen. Wie in den Vorjahren kamen tausend Menschen zu der Veranstaltung. Zuerst standen sie geduldig vor den zahlreichen Eingängen des etwa fußballfeldgroßen Zeltes an, um sich dann darin schupsen, drücken und quetschen zu lassen.

Bis lange nach Mitternacht gab es kaum ein Vor und Zurück. Das Erreichen der Theken, Toiletten oder der brechend gefüllten Tanzfläche verlangte ein ordentliches Maß an Durchsetzungskraft. Dabei gab‘s quasi keine Altersgrenzen - von den 16-Jährigen bis hin zur Gruppe der über 50-Jährigen war alles vertreten. Die Besucher kamen aus dem ganzen Kreisgebiet und weit über dessen Grenzen - alle wollten sie Oldies wie „Mandocino“ oder „Marmor, Stein und Eisen bricht“ hören und feiern. „Wer nicht hier ist, wartet zuhause auf den Tod“, sagte Peter Fischer, der zur Ü-50-Fraktion zählte und seit 18 Jahren treuer Besucher des Oldieabends ist. „Hier muss man einfach dabei sein, das darf man nicht verpassen“, so die Meinung des Heskemers.

Das von der Decke tropfende Kondenswasser und die drückende Enge störten auch Hanna Heuser und Daniela Gnau wenig. „Wir sind aus dem Nachbardorf und eigentlich jedes Jahr hier“, berichten die beiden. „Dieses Jahr weiß ich aber nicht wirklich warum, denn es ist so voll wie noch nie“, meinte Gnau. Die jungen Frauen aus Ebsdorf waren sich allerdings ziemlich sicher, auch im nächsten Jahr wieder dabei zu sein.

Für die kuschelige Atmosphäre war auch das Wetter mitverantwortlich. Die Außenbereiche konnten nicht genutzt werden, da es in Strömen regnete. Dies sorgte auch dafür, dass das Verlassen der Veranstaltung, die auf einer Wiese außerhalb Leidenhofens stattfand, zu einem Abenteuer wurde.

Es hieß nicht nur, die vielen Schnapsflaschen, die auf dem Festplatz vom „Vorglühritual“ der Jugend zeugten, zu überwinden. Bis zu den Knöcheln im Matsch stapften Tausende zu ihren Autos.

Dort herrschte bis in die Morgenstunden ein solches Verkehrschaos, dass selbst im Radio vor den Menschen auf der Straße gewarnt wurde.

von Martina Becker

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