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Rap, Minnegesang und Zugaben-Rekord

Narrhalla Rap, Minnegesang und Zugaben-Rekord

Der Bürgermeister als Präsident, ein Neuling und altbekannte Akteure nahmen ihr Publikum in den Bann und lösten im närrischen BeltershausenBegeisterungsstürme aus.

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Die „Red White Dancers“ versprühten mit ihrer Choreographie maritimen Charme. Das Publikum war von der Show begeistert.

Quelle: Martina Becker

Beltershausen. Es war eine Faschingsveranstaltung, die für ihr närrisches Publikum im Bürgerhaus, der voll besetzten Narrenhalle, ein ziemliches Pfund an Unterhaltung parat hielt. Spannend war schon der Auftakt: Der Saal war voll, der Elferrat hatte Platz genommen, und wer fehlte? Der mit Überschwang ange­kündigte und angeblich aus Funk und Fernsehen bekannte Sitzungspräsident. Jetzt nütze auch kein „Töfftää“ mehr, empörte sich Elferratsmitglied Gerhard Happel. Angesichts dieser Panne forderte er die Rückzahlung der Hälfte des Eintrittsgeldes. So weit musste es dann doch nicht kommen. Der „Überraschungspräsident“ hatte sich unter das Publikum gemischt - ein großer Suchscheinwerfer machte ihn ausfindig. Es war Andreas Schulz, der Bürgermeister von Ebsdorfergrund, der die Leitung der Veranstaltung übernahm.

Glanzpunkte setzten die „Red White Dancers“, die Tanzgruppe des SV Beltershausen, der die Veranstaltung ausrichtete. Als Garde- und Matrosenmädchen brillierten die Frauen auf der Bühne. Tänzerisch hatte der Abend dann noch ein halbes Dutzend weitere mitreißen­de Gruppen zu bieten - die meisten kamen aus dem Ebsdorfer Grund. Als schuhplattlernde „Heidis“ traten die Frauen der Damengymnastik aus dem Bergdorf Wermertshausen auf. Im Gegensatz zu ihrer burschikosen Darbietung ließen die „Starlights“ der Spvvg Rauischholzhausen mit einem Burlesque weibliche Reize spielen. Unter der Überschrift „Ich will Spaß“ hatten die „Flashlights“ des TSV 09 Songs der 80er Jahre ideenreich choreographiert; und auch „Toxic Mixture“, die Repräsentantinnen des VfL 09 Dreihausen, brachten ein jugendlich freches Medley mit. Als „Lisbeth und Trinchen“ sind sie Urgesteine des Beltershäuser Faschings und schon seit 30 Jahren nicht wegzudenken. Elisabeth Debelius und Elisabeth Wege gefielen mit ihrem herzhaften Zwiegespräch zu familiären Ereignissen. Ungefragt neuverpflichtet wurde Ingo Schneider, ein neuer Star am regionalen Faschingshimmel. Als grandios-witziger Virtuose am Klavier betörte er bereits beim Weiber­fasching in Wermertshausen. In Beltershausen stellte er mit seinem teils improvisierten Vorträgen einen Zugabenrekord auf.

Dreimal wurde er mit stehenden Ovationen aufgefordert, noch einen nachzulegen. Rap und Minnegesang wurden durch ihn zu einer ganz eigenen Form der Unterhaltung.

von Martina Becker

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