Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 5 ° wolkig

Navigation:
Puste für die Posaune

Grundschule Fronhausen Puste für die Posaune

„Da krieg ich keinen Ton raus“, sagt Emma und holt tief Luft. Dann pustet die Neunjährige in die Posaune, und ein tiefer Klang erfüllt den Raum. Aus anderen Ecken tönen Tuba, Trompete und Waldhorn.

Voriger Artikel
Sänger setzen auf Kontinuität im Verein
Nächster Artikel
Der Star: ein Rad von Jacques Anquetil

Delilah aus der Klasse 4b pustet kräftig in die blaue Posaune. Dabei bewegt sie den Zug, um die Tonhöhe zu ändern.

Quelle: Philipp Lauer

Fronhausen. Die Fronhäuser Grundschule scheint eine musikalische zu sein. Viele der Dritt- und Viertklässler spielen bereits ein Instrument. Bis auf die Blockflöte lernt noch keiner der befragten Nachwuchsmusiker ein Blasinstrument. Das könnte sich nun ändern: Ulrich Rebmann, Landesposaunenwart und vier Vertreter des heimischen Posaunenchors haben am Dienstag den Schülern ihre Instrumente vorgestellt.

„Mir hat am besten die Tuba gefallen, die klingt schön tief“, sagt Marie (10). Vielen ihrer Mitschülerinnen war das große Instrument ein wenig zu schwer. Ganz anders die beiden bunten Posaunen, die Chorleiter Rüdiger Reitz und Horst Lemmer den Kindern vorstellten. „Die Instrumente aus Kunststoff sind schön leicht, haltbar und klingen erstaunlich gut“, erklärt Horst Lemmer. Nach und nach dürfen die Kinder unter seiner Anleitung versuchen, der blauen Posaune einen Ton zu entlocken.

„Blechbläser machen den Ton selbst“

Dabei ist entlocken eigentlich nicht richtig. Rebmann erklärte den Schülern, wie Blechblasinstrumente im Vergleich zu anderen Instrumenten funktionieren. Beim Klavier und bei der Gitarre werden Saiten angeschlagen, und bei der Blockflöte versetzt eine Kante die Luft in Schwingungen.

„Blechbläser machen den Ton selbst, man muss die Lippen vibrieren lassen“, sagt Rebmann und demonstriert das Prinzip auf einem Gartenschlauch. Je länger die Röhre, desto tiefer der Ton. Nach ein paar kurzen Summ-Übungen für die nötige Lippenspannung probierten die Schüler dann Posaunen, Tuba, Waldhorn und Trompeten aus.

Gemeinsam musizieren, egal in welchem Alter

Die wuselige Posaunenstunde brachte nicht nur den Kindern sichtlich Spaß, sondern auch den Posaunisten. „Das Schöne an unserem Hobby ist, dass 11-jährige und 70-Jährige gemeinsam musizieren“, sagt Werner Schlag vom Posaunenchor.

Der Anfängerkurs des Posaunenchors Fronhausen beginnt am 11. April mit einem Informationsabend ab 18 Uhr im evangelischen Gemeindehaus.

von Philipp Lauer

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr