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Pflücken und frisch vom Feld naschen

Erdbeer-Aktion Pflücken und frisch vom Feld naschen

Schmackhafte Exkursion auf dem Feld: Die Schüler der Grundschule Dreihausen sammelten insgesamt  56 Kilogramm Erdbeeren in Körben und Eimern für ein leckeres Projekt.

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Gemeinsam mit ihren Klassenkameraden pflückten Imke (von links), Sina und Nora Bio-Erdbeeren frisch vom Feld.

Quelle: Ina Tannert

Leidenhofen. Fast schon in Heerscharen fielen die begeisterten Grundschüler am vergangenen Dienstag über das große Laggels-Bio-Erdbeerfeld bei Leidenhofen her. Was nach dem großen Pflücken in Körben und Eimern landete, verarbeiteten die Kinder zu leckeren Frucht-Snacks.

Hinter der großen Sammelaktion stand dabei mehr als ein schneller Obst-Snack für zwischendurch: Die 31 jungen Erntehelfer der Klasse drei sind allesamt stolze Absolventen des Projekts „Ernährungsführerschein“ vom Kreis-Gesundheitsamt. Einen solchen hatten die Teilnehmer vor der großen Erdbeer-Aktion bereits in der Tasche. Im Rahmen des Projekts beschäftigten sie sich im Unterricht mit Eigenarten und Zubereitung von Lebensmitteln, lernten, wie eine Mahlzeit sauber und sicher hergestellt wird, wie man ein Rezept befolgt und so einiges über die Tischkultur beim gemeinsamen Essen.

Schüler machen Ernährungsführerschein

Auch der Frage, was gesundes Essen eigentlich ist, was man besser nicht zu sich nehmen sollte sowie der Bedeutung der Lebensmittelpyramide gingen sie auf den Grund. „Die Kinder haben toll mitgemacht und gelernt, aus naturbelassenen Lebensmitteln etwas Leckeres herzustellen“, erklärte Ernährungswissenschaftlerin Christiane Kappelhoff, die das Projekt begleitete.

Der Ernährungsführerschein findet bereits seit einigen Jahren mit Grundschulen im ganzen Landkreis statt, vor zwei Jahren wurde das Projekt mit dem Hessischen Gesundheitspreis ausgezeichnet. Hintergrund der Initiative ist eine steigende Fehl- und Überernährung bei Kindern und Jugendlichen, Ziel ist nicht nur, Begeisterung sowie Verantwortung für gesundes Essen zu wecken, sondern den Kindern auch Herkunft, Arbeitsaufwand und den Wert unserer Speisen zu vermitteln.

Neben allerhand Aktivitäten in der Küche beschäftigten sich die Schüler im Rahmen der Umweltbildung mit Naturschutz, Gesundheit und Eigenarten der Nahrungsmittel, lernten, woher das Essen auf dem Teller eigentlich stammt und wie durch den alternativen Dünger aus einer Erdbeere eine Bio-Frucht wird. Als große Bonusaktion für die erfolgreiche Teilnahme an dem Projekt durften die Schüler das Bio-Feld von Ute Gerhardt bei Leidenhofen leer sammeln.

Süße Ausbeute wird zum Erdbeerquark

Und das musste man den engagierten Pflückern nicht zweimal sagen – mit Begeisterung wanderten die 31 Schüler den halben Vormittag über das Feld, naschten die süßen Erdbeeren und sammelten die Früchte kiloweise ein. Besonders große oder ausgefallene Stücke wurden gemeinsam ausgiebig begutachtet. „Das macht total Spaß, und Erdbeeren sind sowieso immer lecker“, fand unter anderem Lucio, der wohl auch noch stundenlang weitergesammelt hätte.

Lehrer und Projektbetreuer hatten Mühe, die begeisterte Truppe wieder vom Feld zu bekommen. „Das ganze Bücken und Sammeln ist anstrengend, aber die Kinder sind einfach nur begeistert“, erzählte Lehrerin Hanna Homberger. Ihre süße Ausbeute bereiteten die bereits erfahrenen Schüler in der Schule zu und ließen den lehrreichen Obsttag mit jeder Menge selbst gemachtem, cremigem Erdbeerquark ausklingen.

von Ina Tannert

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