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Peter Kelch setzt auf Überzeugungskraft

Fronhausen Peter Kelch setzt auf Überzeugungskraft

Großer Bahnhof für einen neuen Hoffnungsträger. Im Beisein von Sören Bartol (MdB), Angelika Löber (MdL) und Werner Hesse, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion wurde Peter Kelch zum Bürgermeister-Kandidaten gekürt.

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SPD-Fraktionschef Günter Majewski (von links), Dr. Alexander Lauer (OV Sichertshausen), Frank Weber (OV Oberwalgern), Sören Bartol, Bürgermeisterkandidat Peter Kelch, Sonja Haese (OV Bellnhausen/Hassenhausen), Angelika Löber und Michael Heimann (OV Fronhausen) sind davon überzeugt, im Bürgermeisterwahlkampf eine reelle Chance zu haben.

Quelle: Götz Schaub

Fronhausen. „Wir befinden uns ab sofort im Wahlkampf“, lauteten die Schlussworte Peter Kelchs nach seiner Wahl zum SPD-Bürgermeister-Kandidaten in Fronhausen.

Wenn auch der genaue Termin für die Bürgermeister-Direktwahl in Fronhausen noch nicht feststeht, so haben die Fronhäuser Bürger ab jetzt Gewissheit darüber, dass sich dieses Mal wieder ein SPD-Mann für dieses Amt bei ihnen als Wähler bewirbt. Die vier SPD-Ortsvereine Bellnhausen/Hassenhausen, Fronhausen, Oberwalgern und Sichertshausen hatten für Mittwochabend ihre Mitglieder zu einer gemeinsamen Vollversammlung geladen und dort ihren gemeinsamen Wahlvorschlag Peter Kelch aus Sichertshausen präsentiert. Ohne Gegenstimmen bei nur einer Enthaltung wurde Kelch als einziger Bewerber an diesem Abend von 24 Wahlberechtigten zum Kandidaten gekürt. Natürlich hatte sich zuvor Kelch persönlich vorgestellt und auch seine ersten Ziele formuliert. Auffallend dabei war, dass der amtierende Bürgermeister Reinhold Weber (Bürger für Fronhausen) nicht einmal erwähnt wurde.

Finanzwirt und Ehrenamtler

Darauf von der OP angesprochen sagte Kelch, dass er sich auf sich und seine Ziele konzentriere und kraft seiner Person überzeugen wolle. In diesem Sinne sagte er denn auch in seiner Vorstellungsrede: „Man kann in der Sache streiten oder verschiedene Meinungen vertreten und trotzdem gemeinsame Ziele erreichen, wenn man sein Gegenüber als Mensch respektiert, wenn man bereit ist, andere Ansichten zu akzeptieren und Kompromisse einzugehen.“

Seine berufliche Ausbildung und Qualifikation, er ist Diplom-Finanzwirt, auf der einen Seite und seine mehr als 30-jährige ehrenamtliche Arbeit in verantwortlichen Positionen auf der anderen Seite, helfe ihm sehr, das Amt des Bürgermeisters auszufüllen. Seit 1986 ist er Vorsitzender der Volkstanz- und Brauchtumsgruppe „Die Marburger“. 1997 übernahm er als ausgebildeter Tanzleiter die Tanzleitung bei den Noachtoin Hassenhausen, der einzigen Tanz- und Trachtengruppe der Großgemeinde Fronhausen. Für die Hessische Vereinigung für Tanz- und Trachtenpflege engagiert er sich schon als Jugendlicher, war später auch Landesgeschäftsführer und bis Februar dieses Jahres Leiter des Bezirks Mitte.

Idee: Kinder- und Jugendbeirat gründen

„Durch meine halb-juristische Ausbildung kann ich Gesetze lesen und verstehen. Ich habe dadurch das Handwerkszeug, mich in neue Rechtsgebiete schnell einzuarbeiten." Verantwortung als Vorgesetzter kennt er aus seinem Beruf, ist für ihn Arbeitsalltag. Dass er kommunalpolitisch noch nicht in Erscheinung getreten ist, sieht er eher als Vorteil an. So könne er unvoreingenommen Lösungs-Ansätze bieten und festgefahrene Positionen unbelastet in eine neue Richtung moderieren. Er bezeichnet sich als Mensch, der mit beiden Beinen auf dem Boden steht. „Ich mache keine Wahlversprechen, die später wie Seifenblasen zerplatzen.“ Doch gebe es schon jetzt einige grundsätzliche Themen, die ihm am Herzen liegen, und die er in seinen Wahlkampf einbauen möchte.

„Ich möchte einen Kinder- und Jugendbeirat ins Leben rufen, damit unsere Kinder und Jugendlichen auch eine Stimme bekommen und sich aktiv an den innerörtlichen Entscheidungsprozessen beteiligen können.“ Er möchte auch gerne „eine Stabsstelle Aktives Alter“ einrichten, die sowohl die Gemeinde als auch die Bürgerinnen und Bürger unterstützt und berät, selbst eigene Ideen und Konzepte entwickelt, die speziell auf die Bedürfnisse der nicht mehr ganz jungen Mitbürgerinnen und Mitbürger zugeschnitten sind“. Summa summarum: „Ich kann in einem Team arbeiten, Menschen führen und anleiten, mit Menschen reden und respektvoll umgehen. Ich bin kompromissbereit und offen für neue Ideen und kenne die Wichtigkeit von Transparenz und Kommunikation.“

von Götz Schaub

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