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Region Marburger Land

Partner gehen „guten Geschäften“ nach

Ende Mai trafen sich im Schloss Rauischholzhausen Repräsentanten vonFirmen und Vereinen zu einem „Marktplatz der guten Geschäfte“. Zahlreiche der dort vereinbarten „Tauschgeschäfte“ wurden mittlerweile realisiert.
Zufriedene Partner (oben): Annemarie Duske vom Biolandhof in Rauischholzhausen und Alexander Dieterle vom Sozialwerk Rettungsarche aus Dreihausen tauschten Essen gegen Muskelkraft. Links: Druckhaus-Marburg-Geschäftsführer Christoph Müller-Kimpel (von link

Zufriedene Partner (oben): Annemarie Duske vom Biolandhof in Rauischholzhausen und Alexander Dieterle vom Sozialwerk Rettungsarche aus Dreihausen tauschten Essen gegen Muskelkraft. Links: Druckhaus-Marburg-Geschäftsführer Christoph Müller-Kimpel (von link

Dreihausen. Ein Treffen von Unternehmen und Vereinen - da liegt die Assoziation vom Geben und Nehmen nicht fern. Beim „Marktplatz der guten Geschäfte“ blieb Geld allerdings außen vor. Das war Bedingung. Innerhalb von zwei Stunden handelten die „Agenten“ von 23 Unternehmen und 21 Vereinen 46 „Gute Geschäfte“ aus.

Mittlerweile sind fünf Monate vergangen und es stellt sich die Frage: Was ist daraus geworden? Einige Beispiele: „Per Saldo war das richtig, richtig gut“ urteilte Bruno Naumann vom gleichnamigen Rewe-Markt, der mit vier Vereinen ins Geschäft kam. Beispielsweise nahmen die Wanderfreunde Leidenhofen mit 16 Personen am Cölber Rotweinlauf teil und unterstützten damit die Veranstaltung des Unternehmers.

Auch der CVJM Ebsdorf tat dies, indem er mit acht Personen an den Verpflegungsständen half. Im Gegenzug erhielt der CVJM Lebensmittel für seine Kinderferienspiele und die Wanderfreunde dürfen sich noch über die „kulinarische Ausstattung“ einer Vorstandssitzung freuen. Sehr „wichtig“ ist Naumann die Vereinbarung mit der Alzheimer-Gesellschaft Marburg-Biedenkopf. Sie wird einen Mitarbeitervortrag zum Umgang mit demenzkranken Menschen halten. Als Gegenleistung gibt es ebenfalls Naturalien.

Flott in der Umsetzung ihrer Vereinbarungen waren die Rettungsarche und der Biolandhof Duske. Ein neuer Anstrich für das Hallentor im Hof und ein Rückschnitt der Buchsbaumhecke im Bauerngarten waren die Wünsche, mit denen Annemarie Duske zum Marktplatz kam. Ihr Tauschangebot war selbst gebackenes Brot inklusive einer leckeren Käseauswahl. Lohnend war dieser Tausch auch für die Teilnehmer der Rettungsarche, ein Verein, der in der Hauptsache für die Wiedereingliederung suchtkranker, russland-deutscher Männer steht. Für ihren Tag der offenen Tür, der Anfang September stattfand, waren Brot und Käse ein willkommenes Angebot und der handwerkliche Einsatz passte perfekt als Gegenleistung. Im Juli brachten vier Männer die alte Buchsbaumhecke im Bauerngarten wieder in Form und auch die Hallentore erstrahlten nach Anschliff und Neuanstrich in neuem Glanz.

Nicht minder interessant war die Vereinbarung zwischen dem Druckhaus Marburg und Aura, einem Verein, der sich mit seinen Tagespflegeeinrichtungen seit 20 Jahren für die Steigerung der Lebensqualität älterer Menschen einsetzt. Vereinsvertreterin Yvonne Gimpel und Geschäftsführer Christoph Müller-Kimpel vereinbarten einen Vortrag zur Tagespflege gegen die Gestaltung einer Anzeige anlässlich des 20-jährigen Vereinsjubiläums. Die Anzeige erschien am 25. Juni in der Oberhessische Presse. Die Beratung zur Pflege und Pflegeversicherung fand daraufhin zeitnah statt.

Ein passendes Tauschgeschäft setzten auch Tanja Viel, Vorsitzende der Wanderfreunde Leidenhofen und Björn Nützmann, Mitarbeiter der Deutschen Vermögensberatung, um. Vier Pokale für die Siegerehrung waren für den Verein eine willkommene Unterstützung der im September organisierten EVG-Wandertage. Als Gegenleistung wanderte eine Abordnung des Vereins von Leidenhofen nach Marburg und nahm an einer Führung durchs neue Zentrum der Deutschen Vermögensberatung teil.

„Verhandeln auf Augenhöhe“ empfinden Partner angenehm

Auf einen gelungenen Tausch blicken die Spielvereinigung Rauischholzhausen und Aura zurück. Die „Rainbowkids“ erfreuten die Bewohner mit einem Tanz in der Betreuungseinrichtung in Roßdorf. Sie wurden dafür zum Kuchenessen eingeladen. Die Rückmeldungen waren stets identisch. „Der Abend im Schloss war sehr befriedigend und die Ergebnisse hinterher nicht minder“, brachte es Bruno Naumann auf den Punkt. Er habe im Rhein-Main-Gebiet bereits angeregt, die Idee nachzuahmen.

„Der Marktplatz war eine sehr angenehme und tolle Sache, da man auf Augenhöhe mit den Partnern verhandelte“, betonte Margitta Reuter vom CVJM Ebsdorf. Dass man als Verein nicht die Rolle eines Bittstellers einnahm, empfanden alle Vereinsrepräsentanten als positiv. Der Wunsch nach einer Wiederholung wurde in allen Gesprächen geäußert. Einen Abstand von zwei Jahren fanden die meisten passend.

„Der Marktplatz hat gezeigt, wie einfach es ist, sich sozial zu engagieren, wenn jeder der Partner etwas einbringt, was er besonders gut kann“, resümierte Andreas Schulz, Vorsitzender des Vereins Region Marburger Land. Gemeinsam mit der Freiwilligen-Agentur hatte der Verein die Veranstaltung umgesetzt. Davon habe nicht zuletzt auch die Region Marburger Land profitiert, die positiv von sich reden machte, so Schulz.

von Martina Becker


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