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Ortsvorsteher sauer auf SPD und FBW

Ortsbeirat Wenkbach Ortsvorsteher sauer auf SPD und FBW

Der Ortsbeirat Wenkbach begrüßt es, dass in Wenkbach ein Kindergarten zur Betreuung von U-3-Kindern eingerichtet werden soll, lehnt aber das ehemalige Lehrerwohnhaus als Standort ab

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Sieht ja ganz gut aus das Dorfgemeinschaftshaus von Wenkbach, aber wenn man genauer hinschaut offenbaren sich massive Schäden an einigen Fenstern.

Quelle: Götz Schaub

Wenkbach. Dass der Beschluss zur Einrichtung einer U-3-Gruppe zuletzt von der SPD und FBW so auf Wenkbach als Standort zugespitzt wurde, sei dem Umstand geschuldet, dass der Bürgermeister seit 2011 keine Standortalternativen gesucht habe. Nun müsse man reagieren, um den Zuschuss für die neuen U-3-Plätze nicht verstreichen zu lassen, sagte Reinhard Karber als Gast der Ortsbeiratssitzung. Karber ist Wenkbacher, aber zugleich Gemeindevorstandsmitglied der SPD. SPD und FBW hätten in vorangegangenen Sitzungen auch gerne über andere Standorte gesprochen, doch sei kein andere als das ehemalige Lehrerwohnhaus untersucht worden. Und im Gegensatz zur Ansicht des Bürgermeisters, dass sich dieser Umbau nicht lohne, hätten SPD und FBW mit den Kosten leben können, weil sie glauben, dass es zu wenige Plätze für Ein- bis Zweijährige gibt „Der politische Teil hat uns als Ortsbeirat nicht zu interessieren, wir haben konkret eine Stellungnahme zum ehemaligen Lehrerwohnhaus und den Standort Wenkbach anzugeben“, sagte Ortsvorsteher Heijo Hoß. Generell freut sich der Ortsbeirat, dass endlich auch eine Kinderbetreuungseinrichtung in Wenkbach ins Auge gefasst werde.

Das ehemalige Lehrerwohnhaus hält das Gremium allerdings für nicht geeignet. Befremdet zeigte sich Hoß davon, dass sich nicht einer der Gemeindevertreter mal den Schlüssel bei ihn geholt hat, um sich das Haus von innen anzuschauen. „Das ist schon ein starkes Stück“, so Hoß, dessen Ortsvorsteher-Büro sich in diesem Haus befindet. .Zudem sei immer nur die Nähe zum Spielplatz genannt worden, aber nie die Tatsache, dass in unmittelbarer Nähe zum Haus der Bach fließe und für Kleinstkinder eine Gefahr darstellt.

Das Haus gehöre zwar der Gemeinde trage sich aber durch die Mieteinnahmen praktisch selbst. Daran wolle man nichts ändern. „Wir wollen auch niemanden aus seiner Wohnung werfen“, so Hoß.

Das Gremium geht davon aus, dass ein anderer Standort gesucht wird und würde sich sogar mit einer Containerlösung anfreunden können. Die Container von heute seien mit den aus früheren Zeiten nicht mehr zu vergleichen und erreichten sicher den nötigen Standard, zeigte sich der Ortsbeirat offen. Weit weniger Verständnis für SPD und FBW zeigte Hoß für die Streichung der Mittel im Gemeindehaushalt zur Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses Wenkbach. „Das waren 9500 Euro, die wir dringend brauchen. Die Fensterrahmen sind zum Teil so morsch, dass man sie durchdrücken kann.“ „Da haben wir schon ein richtiges Energie-Problem“, meinte Ortsbeiratsmitglied Herbert Vollmer. Wenkbach habe Geduld bewiesen und die Sanierung des Kindergartens in Niederwalgern als wichtiger erachtet - mit dem Wissen, dass danach auch ihr Haus einmal dran sei, meinte Hoß.

„Wir haben versucht, Geld einzusparen. Wir hätten jemanden gehabt, der die neuen Fenster kostenfrei eingebaut hätte. Wir hätten uns auch mit einer gebrauchten Heizung zufrieden gegeben, so aber passiert erst einmal nichts“, ärgerte sich Hoß. Die Streichung der 9500 Euro ärgerte ihn um so mehr, dass er die Ansicht vertrat, dass dafür in Roth die angedachten zusätzlichen Parkplätze am dortigen Bürgerhaus viel teurer hergerichtet werden sollen, als geplant. „Es sollten 20000 Euro sein, jetzt liegt der Anteil der Gemeinde schon bei 45000 Euro. Das sei dann nicht mehr zu verstehen. „Da wird das Geld zum Fenster hinaus geworfen“, ereiferte sich der Ortsvorsteher. Der Ortsbeirat fasste einstimmig den Beschluss, den Gemeindevorstand auf die Verkehrssicherungspflicht bezüglich der Fenster hinzuweisen.

von Götz Schaub

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