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Ortsbeirat bleibt beim Thema Blitzer hartnäckig

Tempo-60-Zone Ortsbeirat bleibt beim Thema Blitzer hartnäckig

Über kleine und größere Wünsche im Haushaltsplan, Investitionen und Möglichkeiten zur Verkehrsberuhigung diskutierte der Ortsbeirat am vergangenen Donnerstag.

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An die Tempo-60-Beschränkung auf dem kurzen Streckenabschnitt bei Hassenhausen halten sich bei weitem nicht alle Autofahrer. Eine Ampel oder ein Blitzer könnte die gefahrlose Überquerung absichern.

Quelle: Ina Tannert

Hassenhausen. Direkt neben der gut befahrenen Landstraße 3048 zu wohnen – daran haben sich die Hassenhäuser unlängst gewöhnt. Problematisch ist dagegen die gefahrlose Überquerung der Straße, insbesondere da sich bei weitem nicht alle Autofahrer an die Höchstgeschwindigkeit der Tempo-60-Zone halten.

Ein großer und anhaltender Wunsch der Bewohner sei daher eine Verkehrsampel an der Landstraße, teilte der Ortsbeirat mit. Die gut fragmentierte Straße muss von den Hassenhäusern regelmäßig überquert werden, um zum Sportplatz oder zu den nahen Fischtreppen zu gelangen. Gerade Spaziergänger und Kinder nutzen den idyllisch gelegenen Flusslauf gerne als Ausflugsziel. Zum Teil ein gefährliches Unterfangen, da die Tempo-60-Beschränkung auf Höhe der südlichen Ortseinfahrt nicht von allen eingehalten werde und so mancher Verkehrsteilnehmer auch mal mit 90 km/h vorbeirauscht. „Das ist ein Riesenproblem“, sagte Ortsvorsteherin Stephanie Breitstadt. Eine Ampel als gesicherter Übergang könnte hier Abhilfe schaffen.

Fast noch besser fände das Gremium eine fest installierte Geschwindigkeitsmessung. Das wünscht sich so mancher Bewohner, „es wird einfach zu schnell gefahren, das ist ein Unfallschwerpunkt“, fand etwa Zuhörer Gerhard Neumann. Gerade für Fußgänger und Linksabbieger bestehe eine erhöhte Gefahr, „erstaunlich, dass nicht viel mehr passiert, es sollte öfter geblitzt werden“, sagte der Bewohner. Das sieht auch der Ortsbeirat so und hat sich vorgenommen, weiterhin „hart­näckig zu bleiben“.

Neue Spielgeräte und eine Flutlichtanlage

Darüber hinaus besprachen die Anwesenden ihren Beitrag zum Haushaltsplan 2017. Ganz oben auf der Wunschliste steht ein bereits bekanntes Thema, die Neugestaltung des Spielplatzes im Ort für rund 1000 Euro. Dieselbe Summe setzt der Ortsbeirat für neue Spielgeräte wie möglicherweise eine Wippe oder ein Karussell an. „Der Spielplatz hat Priorität“, erklärte die Ortsvorsteherin Stephanie Breitstadt. Daneben steht der Erwerb einer neuen Flutlichtanlage für den SV Hassenhausen/Bellnhausen auf dem Programm, an dem sich die Gemeinde beteiligen soll. Insgesamt kostet die Anlage 58 000 Euro, der Förderanteil der Kommune würde etwa zehn Prozent betragen. Dafür hat der Verein seinerseits im Vorfeld die erforderlichen Anträge an den Landesverband zu stellen. Auch ein Ballfangzaun für rund 2 500 Euro sowie einige Kotbretter für Mehlschwalben und mehrere Automaten für Hundekotbeutel bringt das Gremium in die Vorplanung mit ein.

Auch für die kommende Förderperiode des Investitionsprogramms 2018 bis 2020 richtet das Gremium einige Wünsche an die Gemeinde: diese liegen vor allem in der Instandhaltung des Bürgerhauses sowie im Bereich Straßen- und Wegebau. Welche Straße oder welcher Weg dabei in Betracht kommen könnte wird demnächst geprüft.

Renovierung und neuer Amnstrich des Bürgerhauses

Denn: Derzeit plant die Gemeinde gemeinsam mit den Nachbarkommunen, ein Straßenkataster auf die Beine zu stellen, teilte der erste Beigeordnete Walter Horn während der Sitzung mit. Zu diesem Zweck kontrollieren die Gemeinden derzeit das Straßennetz, untersuchen Haltbarkeit und Erneuerungsbedarf der verschiedenen Streckenabschnitte. Klare Ergebnisse liegen noch nicht vor. „Wünsche gibt es viele, aber man muss erst einmal schauen“, erklärte Horn mit Blick auf die finanziellen Möglichkeiten, sowohl von Gemeinde wie Bewohner. Er verwies auf die hohen Kosten, die im Falle einer Komplettsanierung einer Straße auf die Anwohner zukommen würden. Anders liege der Fall bei den gemeindeeigenen Gehwegen, auch diese werden derzeit überprüft.

Besonders am Herzen liegt den Ortsvertretern die Renovierung ihres Bürgerhauses – das soll demnächst erst einmal einen neuen Anstrich erhalten. Die Bürger wollen in Eigenleistung für frische Farbe an der Fassade sorgen, dafür werden noch Freiwillige gesucht.

von Ina Tannert

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