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Oldtimer strahlen im Sonnenschein

Old- und Youngtimer-Festival Oldtimer strahlen im Sonnenschein

Bei perfektem Wetter strahlte die Crème de la Crème der Automobilgeschichte am Wochenende in der Sonne um die Wette. 8000 Besucher bestaunten 1400 alte, aufgemotzte und kuriose Fahrzeuge.

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Steter Trubel herrschte am vergangenen Wochenende auf dem fünften Old- und Youngtimer-Festival in Dreihausen (von oben im Uhrzeigersinn). Zahlreiche historische Fahrzeuge wie der Armee-Jeep aus dem Jahr 1976, das toll restaurierte Oldsmobil 88 aus dem Jahr 1958 von General Motors oder der Chevrolet Caprice waren zu sehen. Helmut Keil hatte seinen Go-Go-Roller aus dem Jahr 1954 mitgebracht, den er schon als Jugendlicher fuhr. Aufgereiht stehen chromblinkende Schätze auf dem Gelände, die von den B

Dreihausen. Hupen, Sirenengeheul, knatternde Motoren und Camping-Spaß – drei Tage lang herrschte beste Stimmung am Werk II in Dreihausen. Das fünfte Old- und Youngtimer-Treffen feierte gleich mehrere neue Rekorde. Die Aussteller präsentierten an drei Tagen rund 1400 Fahrzeuge, vor allem neue wie alte Vierräder, aber auch historische Motorräder bis hin zu brummenden Traktoren. Sie alle ließen ein Jahrhundert der Automobilgeschichte lebendig werden.

Über 1000 Fahrzeuge und drei mal so viele Besucher strömten am vergangenen Wochenende auf das Festivalgelände.

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Das großzügige Festivalgelände verwandelte sich in ein Freiluftmuseum für Autofans und wurde zum Publikumsmagnet für Tausende kleine und große Besucher, die alleine am Samstag 500 historische Schätze der Fahrzeugkultur bestaunen konnten.

Die stolzen Besitzer standen bereit, um mit Kollegen und Autofans nach Herzenslust zu fachsimpeln, Tipps und Pflegetricks auszutauschen und den Gästen einen seltenen Blick unter die Hauben ihrer liebevoll restaurierten Schätze zu gewähren. „Die alten Autos haben einfach etwas Besonderes, und man kann sie noch voneinander unterscheiden. Die heutigen sind im Vergleich eher langweilig“, meinte etwa Besucher Jens Bier.

Von fast 100 Jahre alten Schmuckstücken wie einer Opel Special Limousine, Typ 1290, aus dem Jahr 1935 bis zu fahrbaren Erinnerungsstücken der Vergangenheit wie dem Go-Go-Roller von Helmut Keil, Baujahr 1954, gab es zahllose Schmuckstücke zu bestaunen. Seinen liebevoll restaurierten Roller fuhr der Fronhäuser bereits in seiner Jugend, heute mit 69 Jahren lebt die gute alte Zeit wieder auf. „Da hängt viel Erinnerung dran, so etwas muss man einfach vor dem Schrott retten“, schwärmte der Oldtimerfan.

Oldtimer "wie eine Zeitmaschine"

Mit ganzem Herzen hängt auch Bastler Andreas Czarski an seinem fahrbaren Untersatz, einem goldenen Oldsmobil 88 von General Motors aus dem Jahr 1958. Das gute Stück hat zwar 270 PS – das „besondere Feeling“ gebe es aber bei langsamen Ausfahrten: „Es ist wie eine Zeitmaschine, man genießt jeden Meter“, freut sich der Autofan auf jede neue Tour.

Neben den historischen Schätzen standen am Freitagabend bei der „Spiesserblech Carnight“ etwa 400 moderne Show-Cars bestückt mit aufgemotztem, farbenfrohem Blech im Mittelpunkt. Neben Popmusik von der Open-Air-Bühne sorgten vor allem die Motoren der getunten Schlitten für zahlreiche Soundeffekte und bei den Fans für jede Menge Anerkennung.

Viel Lob erhielt von Besuchern wie Ausstellern auch die lockere Atmosphäre, durch die sich das wachsende Festival bis heute auszeichnet: Weder gibt es einen Anmelde- noch Ordnungszwang für die Teilnehmer, keine Aufteilung der Fahrzeuge nach historischen Parametern und keine Cliquenbildung. Kreuz und quer standen alte und neue Wagen auf dem Festplatz nebeneinander und sorgten für Abwechslung. Stetes Kommen und Gehen herrschte täglich rund um den Eingangsbereich, durch den die Aussteller ihre Oldies hinein und hinaus brachten. Den Publikumsverkehr störte das wenig, die ehrenamtlichen Ordner leisteten ganze Arbeit. Rund 200 freiwillige Mitglieder der Vereinsgemeinschaft Dreihausen übernahmen die Organisation und Koordination der Großevents.

Besucher- wie Teilnehmerzahl brachen dabei alle bisherigen Rekorde und gingen über die Erwartungen der Veranstalter hinaus: Insgesamt genossen rund 8000 Gäste den Charme der Automobilgeschichte, schätzte Ortsvorsteher Lothar Heidt. „Das ist ein neuer Rekord, es ist super gelaufen, von jedem und für jeden war etwas dabei“, berichtete der Zweite Vorsitzende der Vereinsgemeinschaft, der sich schon jetzt auf das kommende Jahr und das sechste Oldie-Treffen freut.

von Ina Tannert

  • Die siebenjährige Romy Bodenbender aus Dreihausen ist die Gewinnerin der großen Tombola. Seit Sonntag ist sie stolze Besitzerin eines komplett restaurierten Opel Kadett B Coupé aus dem Jahr 1972. Bis sie selbst fahren kann, setzt sich Mama Lisa ans Steuer des Oldtimers. Bei der Übergabe gestern Nachmittag flossen Freudentränen.
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