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Oberweimar stand knapp vor der Katastrophe

Gasalarm Oberweimar stand knapp vor der Katastrophe

48 Stunden nach dem Einsatz des SEK in Oberweimar kristallisiert sich immer mehr heraus, dass die Oberweimarer richtig Glück gehabt haben.

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Die Fläche rund um das Hofgebäude in Oberweimar war während des Einsatzes am Freitag abgesperrt.

Quelle: Michael Agricola

Oberweimar. Der Schaden an der Gasleitung in einem nur wenige Tage zuvor zwangsversteigerten Haus an der Koblenzer Straße wurde mutwillig herbeigeführt. Es steht zu befürchten, dass der Verursacher dafür sorgen wollte, dass das Gebäude irgendwann tatsächlich in die Luft fliegt – offenbar ohne Menschen wie die neuen Nutzer oder die Nachbarn vorher zu warnen. Nur weil der Gasaustritt zufällig bemerkt worden war, konnte eine sich bereits anbahnende Katastrophe verhindert werden. Als tatverdächtig gilt nach Mitteilung der Polizei vom Wochenende weiterhin der ehemalige Besitzer des Anwesens, ein 64-jähriger Landwirt, der auch lange Zeit im Immobiliengeschäft tätig war.

Verhaftet wurde er am Freitagnachmittag in einem rund 460 Kilometer entfernten Ort bei Kempten im Allgäu, direkt im Haus einer Familienangehörigen. Ob er sich ein Alibi verschaffen wollte oder ihn andere Beweggründe in den Allgäu führten, ist derzeit nicht klar. Der Mann hat noch keine Stellung bezogen. Am Samstag wurde er dem Haftrichter am Amtsgericht in Marburg vorgeführt. Dieser entschied wegen Fluchtgefahr die Unterbringung in der Justizvollzugsanstalt in Gießen. Der 64-Jährige hatte in den vergangenen Jahren schon mehrere Eigentümer per Zwangsversteigerungen verloren. Normalität ist indessen in Oberweimar noch nicht eingekehrt.

von Götz Schaub

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Gasalarm

Die Ermittlungen und die Spurensuche nach dem Gasalarm in Oberweimar am vergangenen Freitag liefen auch am Sonntag vor Ort weiter. Der dringend tatverdächtige 64-Jährige hüllt sich derweil in Schweigen.

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