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Nutzung des Bahnhofs steht auf der Agenda

Ortsbeirat Niederwalgern Nutzung des Bahnhofs steht auf der Agenda

Unkompliziert und schnell konstituierte sich vergangene Woche der siebenköpfige Ortsbeirat von Niederwalgern. Hans Heinrich Heuser bleibt Ortsvorsteher – zum vierten und nach eigenen Angaben letzten Mal.

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Der neue Ortsbeirat Niederwalgern: Ortsvorsteher Hans Heinrich Heuser (von links), Martin Sommer, Maritta Morawietz, Markus Herrmann, Andrea Gärtner und Gunter Heuser. (Es fehlt Dr. Thorsten Hoß).

Quelle: Ina Tannert

Niederwalgern. Seine Ankündigung während der letzten Amtsperiode, nicht erneut antreten zu wollen, nahm Heuser wieder zurück und stellte sich erneut zur Wahl. Auch Stellvertreter Markus Herrmann und Schriftführerin Maritta Morawietz bleiben im Amt. Komplettiert wird das Gremium durch Gunter Heuser, Martin Sommer, Thorsten Hoß und Andrea Gärtner.

In Abwesenheit wurden die scheidenden Mitglieder Karl-Heinz Kraft (Neues Mitglied im Gemeindevorstand der Gemeinde Weimar, die OP berichtete) und Frank Büchner verabschiedet. An willigen Nachfolgern mangele es indes nicht, lobte der Ortsvorsteher. „Der Ortsbeirat in Niederwalgern ist mehr als nur eine Verpflichtung“ - es gehe viel mehr um ein stetes Bemühen das Beste für den zweitgrößten Ortsteil der Gemeinde zu geben.

Nutzungskonzept für den örtlichen Bahnhof

Dafür stünden auch viele Bewohner ein: „es gibt hier eine große Anzahl Menschen, die jeden Tag irgendwo und irgendwie etwas für Niederwalgern tun – ich bin stolz ein Teil dieses großen Ganzen zu sein“, betonte Heuser. Für die kommende Amtsperiode hat sich das Gremium einige Ziele gesteckt. Darunter die Suche nach einem neuen Nutzungskonzept für den örtlichen Bahnhof. Eigentlich sollte das Gebäude als Unterrichts- und Aufenthaltsbereich für Flüchtlinge aus der Notunterkunft in Wenkbach dienen und wurde bereits für fünf Jahre gepachtet.

Nachdem die Halle im Nachbarort nun wegen sinkender Flüchtlingszahlen aufgegeben wird, ohne jemals in Betrieb gewesen zu sein, soll der eigentlich als Kontaktcafé eingerichtete Bahnhof einen anderen Zweck erfüllen. Wie der in Zukunft aussehen könnte, werde sich zeigen, „das Gebäude sollte uns nicht verloren gehen, da steckt viel Potential und Arbeit drin“, teilte der Ortsvorsteher mit. Neben der derzeitigen Nutzung als Unterrichtsraum für Deutschkurse wäre der Bahnhof etwa für kulturelle Veranstaltungen geeignet, dabei „ohne in Konkurrenz mit den Bürgerhäusern zu treten“.

Daneben verfolgt der Ortsbeirat den geplanten Ausbau der Gladenbacher Straße, der für das kommende Jahr angedacht ist. Neben der Verbreiterung von Gehwegen, der Sanierung der maroden Stützmauer oder der Baumpflege an der Kreisstraße, wünscht sich der Ortsbeirat, dass im Zuge der Bau- auch Sanierungsarbeiten seitens der Gemeinde aufgenommen werden.

„Historische Ecke“bei  Sanierung berücksichtigen

Unter anderem etwa der Erhalt einer benachbarten Verbindungstreppe und der Zugang zur Kirche. „Das ist eine wichtige, historische Ecke und prägend für das Ortsbild“, so Heuser. Im Haushalt sei der Bau bereits beantragt, man hofft, dass die nötigen Mittel bereit gestellt werden. „Darauf müssen wir gemeinsam achten“.

Weiteres Thema auf der to-do-Liste ist weiterhin die Streckenführung der Schulbusse und eine innerörtliche Verkehrsentlastung. Überlegungen die Schulzufahrt nach außerhalb zu verlegen, „für eine gerechte Lastenverteilung des Schulbusverkehrs“ will das Gremium in Zukunft zusammen tragen.

von Ina Tannert

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