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Noch heute sind alle 56 Gefrierfächer vergeben

Gefriergemeinschaft Roth Noch heute sind alle 56 Gefrierfächer vergeben

Sie sind vom Aussterben bedroht: die Gefrierhäuser und -gemeinschaften, die es in einigen heimischen Dörfern noch gibt. So auch in Roth. Der Weimaraner Ortsteil verfügt über ein Gefrierhaus, dahinter steht ein noch immer aktiver Verein.

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Das Gefrierhaus in Roth besteht seit 51 Jahren – und wird auch noch viele Jahre in Betrieb bleiben, hoffen Wilfried Möller (hinten, von links), Frank Kralik, Johannes Weber und Otto Weimar sowie Jonas und Fabian.

Quelle: Stefan Weisbrod

Roth. Nun hat die Rother Gefriergemeinschaft auf einem Hof nahe dem Gefrierhaus ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert – bei Schmuddelwetter und eigentlich ein Jahr zu spät. Der Stimmung tat beides keinen Abbruch.

1960 gründete sich die Gemeinschaft, mit viel Hingabe erbauten die ersten Mitglieder das Haus. Die Initiative dazu kam vom damaligen Rother Bürgermeister Johannes Ruth, wie der aktuelle Vorsitzende Wilfried Möller erklärt. Beteiligt waren zahlreiche Bürger.
Um die Kosten niedrig zu halten, wurde das Gebäude in Eigenleistung errichtet. Insgesamt 56 Gefrierfächer entstanden – und noch heute sind alle vergeben.

„Damals war es etwas ganz Besonderes, Lebensmittel einfrieren zu können“, erklärt Möller, der zudem betont, dass sich das Gefrierhaus auch heute noch rechne – zumindest solange, wie die Technik mitspielt. Um kleinere Reparaturen vornehmen zu können, haben die Mitglieder für einen finanziellen Puffer gesorgt. Sollte ein größerer Schaden eintreten, wäre jedoch wohl auch in Roth die Ära Gefriergemeinschaft beendet.

Schon 1995 sei anlässlich des 35-jährigen Bestehens gesagt worden, dass wohl niemand gedacht habe, dass die Gemeinschaft so lange bestehe, „und nun sind es 51 Jahre“, sagte Möller. Zu verdanken sei die „Erfolgsgeschichte“ langjährig engagierten Vorstandsmitgliedern wie Ludwig Wenz, Otto Weimar und Johannes Weber, sagte Möller, der auf die Unterstützung seines Stellvertreters Frank Kralik bauen kann. „Da können noch viele Jahre folgen.“

von Stefan Weisbrod

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