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Noch einmal richtig Lärm im Dorf

Straßensanierung Noch einmal richtig Lärm im Dorf

Die Oberweimarer müssen sich für etwa fünf Monate noch einmal mit Lärm, ausgehend von der Ortsdurchfahrt, abfinden. Dann wird die Koblenzer Straße samt Kanalsystem runderneuert.

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Die Bushaltestelle in Oberweimar wird ab Mitte Juni über die gesamte Bauzeit hinweg verlegt. Bewohner müssen längere Fußwege in Kauf nehmen.

Oberweimar. Anwohner müssen während der Bauphase immer wieder mit kurzfristigen Behinderungen rechnen, die Bushaltestelle wird hingegen über die gesamte Bauzeit verlegt. Dies teilten Vertreter von Gemeinde, Verbänden und der beauftragten Unternehmen während einer Informationsveranstaltung in Oberweimar mit. Ab nächsten Monat werden Absperrgitter und Umleitungsschilder das Straßenbild rund um Oberweimar beherrschen.Die Bauzeit soll etwa fünf Monate betragen.

Die bislang noch als Teilstück der B255 geltende Ortsdurchfahrt soll ab Mitte Juni teilweise saniert werden. Während der Zweckverband Mittelhessische Wasserwerke eine Erneuerung der Wasserleitungen samt Trinkwasserhausanschlüssen sowie eine Überarbeitung der Gräben auf der gesamten Länge durchführt, wird HessenMobil eine Deckenerneuerung der Fahrbahn per Dünnschichtbelag übernehmen sowie zwei Stützmauern in Stand setzen. Daneben will die Gemeinde auch gleich notwendig gewordene Kanalarbeiten und teilweise Reparaturen der Gehwege durchführen lassen. Ein großer Vorteil für die Anwohner, denen hierbei keinerlei Kosten entstehen, hob Bürgermeister Peter Eidam hervor.

Stück für Stück erneuert werden Teile der Kanäle entlang der Koblenzer Straße sowie in Teilen der Seitenstraßen Talweg und Hohlweg. Von dem rund sechseinhalb Kilometer langen öffentlichen Kanalnetz bestehe auf rund eineinhalb Kilometern „dringender Handlungsbedarf“, das sind etwa 40 sanierungsbedürftige Haltungen, teilte Jens Gelzenleuchter vom Ingenieurbüro Best mit, das mit der Bauleitung beauftragt wurde. Die Kanalarbeiten werden immer nur innerhalb weniger Meter durchgeführt, die weiterhin gut passierbar bleiben, zudem wird die wöchentliche Bauzeit auf fünf Tage in der Woche beschränkt, ergänzte Oberbauleiter Reinhard Bösser von der Firma Hinterlang.

Den Anwohnern entstehen weder durch die Oberflächenerneuerung der Straße, der Wasserleitungen und Hauptkanäle Kosten. Lediglich Arbeiten an den Kanalhausanschlüssen müssen die Bewohner der betroffenen Straßenabschnitte zahlen, um die Häuser an den neuen Hauptkanal anzuschließen. Je Anschluss liegen die Kosten zwischen 700 und 1000 Euro brutto, teilte Gelzenleuchter mit. Als „haushaltsnahe Leistung“ seien diese steuerlich absetzbar. Davon betroffen werden voraussichtlich nur neun Gebäude entlang der Sanierungsstrecke sein. Nach Wunsch der Anwohner können weitere Anschlussleitungen im Zuge der Bauarbeiten erneuert werden, der finanzielle Aufwand wird sich hier zwischen 200 und 250 Euro pro Meter belaufen.

Innerörtliche Haltestelle wird für Bauphase verlegt

Über die gesamte Dauer der Bauarbeiten wird die Ortsdurchfahrt komplett gesperrt. Anlieger können die Strecke jedoch nutzen.

Zu kurzzeitigen inneren Beeinträchtigungen für einzelne Bewohner wird es etwa durch vorübergehende Sperrungen der Hofeinfahrten kommen, diese werden eventuell bis zu zwei Tage lang nicht auf ihre Grundstücke fahren können, werden im Vorfeld jedoch schriftlich darüber informiert, betonte Gelzenleuchter.

Von der Sperrung wird anfangs auch der landwirtschaftliche Ernteverkehr betroffen sein. Einstellen müssen sich alle Oberweimarer zudem auf eine neue Bushaltestelle. Die gesamte Bauzeit über wird die Fahrstrecke der öffentlichen Verkehrsmittel umgeleitet. Die bisherige Bushaltestelle wird direkt ab Baubeginn geschlossen, eine provisorische Alternative wird an der Ortsausfahrt in Richtung Kehna, am Ende der K 56 implementiert, teilte Gerhard Born vom RMV mit.

Von Westen her fahren die Busse bis zu der Ersatzhaltestelle, drehen dort auch wieder um und fahren zurück. Von einem deutlich längeren Fußweg sind demnach vor allem Bewohner des oberen Ortsteils betroffen. Zudem kann es zu leichten Verspätungen der Busse von bis zu zwei Minuten kommen. „Eine andere Möglichkeit haben wir leider nicht“, sagte Born. Anwohner müssen in den kommenden Tagen mit Anfragen des Ingenieurbüros bezüglich einer fotografischen Dokumentation ihrer Häuser rechnen, um eventuell entstehende Bauschäden festhalten zu können.

„Das wird ein tolles Straßenbild werden, aber bis dahin brauchen wir auch Verständnis“, prophezeite Eidam und bat um Geduld der Bewohner. Durch das koordinierte Gemeinschaftsprojekt reduzieren sich nicht nur die Kosten, auch Beeinträchtigungen für die Anwohner würden auf ein Mindestmaß begrenzt.

Die geschätzten Gesamtkosten der Bauarbeiten im Weimarer Ortsteil Oberweimar belaufen sich auf rund 600000 Euro, etwa ein Drittel davon übernimmt die Gemeinde.

von Ina Tannert

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