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Noch einmal Bauarbeiten, dann ist Ruhe

Straße und Kanal Noch einmal Bauarbeiten, dann ist Ruhe

In Oberweimar ist Ruhe eingekehrt. Die Ortsdurchfahrt wird mehr oder weniger nur noch von Ortsansässigen genutzt, denn als B-255-Abkürzung bietet sich diese Strecke, wie es auch sein soll, nicht an.

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Die einzige Ampel in Oberweimar ist abgebaut. Aufgrund des verringerten Verkehrsaufkommens reicht an dieser Stelle nun eine Querungshilfe.

Quelle: Thorsten Richter

Oberweimar. Der Weimarer Ortsteil Oberweimar kann sich wahrlich nicht beschweren, der Neubau der B 255 hat den Ort spürbar entlastet. Nicht nur die vielen Lkw sind aus dem Ortsbild verschwunden, es kommen auch nur noch vereinzelt Autos mit fremden Kennzeichen in den Ort.

Denn die Ortsdurchfahrt bietet sich keinesfalls als clevere Abkürzung für besonders gewiefte Autofahrer an. Und doch müssen die Oberweimarer in diesem Jahr noch einmal mit mehr Lärm in der Koblenzer Straße rechnen, die seinerzeit ein Teilstück der viel befahrenen B 255 war.

Wieso? Weil die Ortsdurchfahrt vor ihrer offiziellen Abstufung noch in Stand gesetzt werden soll. Und bevor das geschieht, will die Gemeinde Weimar die Chance nutzen, und eine Etage tiefer notwendige Kanalerneuerungen durchführen lassen.

In Absprache mit dem Zweckverband Mittelhessische Wasserwerke werden in diesem Zug auch gleich die Wasserleitungen erneuert. HessenMobil wird schließlich die Deckenerneuerung der Fahrbahn vornehmen und dabei auch zwei Stützmauern einmal rechts und einmal links der Fahrbahn in Stand setzen. Je nach Wetterlage könnte vielleicht schon im März angefangen werden.

Weimars Bürgermeister Peter Eidam rechnet allerdings mit einem etwas späteren Zeitpunkt. Gegenüber der OP nannte er den Monat Mai. „Wir werden die Straßenbreite unverändert lassen“, sagt Eidam. Das hat zunächst den Vorteil, dass sich dadurch auch die Gehwege nicht verändern und somit für die Anwohner keine Kosten entstehen.

„Da, wo es nötig ist, werden wir den Gehweg punktuell reparieren, aber eben nicht komplett neu machen“, so der Bürgermeister. Dass die Breite der Straße Autofahrer zum zügigen Fahren animieren könnte, glaubt Eidam nicht. Zur Sicherheit könne man aber schnell auf ein paar „Schikanen“ zurückgreifen, etwa Parkflächen auf der Straße ausweisen oder für künstliche Verengungen durch diverse Aufbauten auf der Straße sorgen. - Das müsste die Gemeinde im Fall der Fälle dann aber mit dem Landkreis bereden, denn die Ortsdurchfahrt ist in Teilen Landesstraße. Die Zufahrten von Niederweimar und Gladenbach sind jedoch Gemeindestraßen.

Doch zurück zu möglichen Dorf-Rasern: Die Fußgängerampel ist mittlerweile abgebaut, eine Querungshilfe eingerichtet. Bewohner des Ortes wissen durchaus an dieser Stelle vorsichtiger zu fahren, zumal sich dort auch die Bushaltestellen befinden.

Die Kanäle werden nicht nur erneuert, sie werden auch vergrößert. Anlieger werden dafür nicht veranlagt. Lediglich wenn Arbeiten an den Kanalhausanschlüssen nötig werden, müssen sie bezahlen. Die Arbeiten werden natürlich einige Wochen beziehungsweise Monate in Anspruch nehmen. Um die Bauzeit zu minimieren, soll die Ortsdurchfahrt komplett gesperrt werden, nur Anlieger dürfen so weit es geht zu ihren Häusern fahren.

Kurzzeitige Sperrungen für Hofeinfahrten werden immer aktuell angezeigt. „Wir stehen mit den Beteiligten in einem guten Kontakt, so dass ich von einem guten Miteinander ausgehe“, so Peter Eidam.

Der Ortseingang aus Richtung Gladenbach beziehungsweise Kehna kommend wurde bereits von der Gemeinde Weimar neu gestaltet. Allein durch eine Kurve wird dort schon für die nötige Tempo-Regulierung gesorgt.

Die Ortsdurchfahrt von Niederweimar soll im nächsten Jahr umgesetzt werden.

von Götz Schaub

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