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Niederweimar in verschiedenen Stilen

Ausstellung Niederweimar in verschiedenen Stilen

Noch bis zum 29. September können Besucher der Alten Kirche in Niederweimar interessante Blickwinkel auf Niederweimar in den Werken des Malers Claus Schünemann finden.

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Oben: Künstler Claus Schünemann während der Vernissage im Gespräch. Links: Jens Schünemann begleitete die Ausstellungseröffnung seines Vaters musikalisch. Rechts: Die Besucher achteten auf Details.Fotos: Andreas Schmidt

Quelle: Andreas Schmidt

Niederweimar. Vor zwölf Jahren hatte Schünemann erstmals in der Alten Kirche ausgestellt - damals zeigte er lediglich Aquarelle und Pastellzeichnungen. „Wenn man sich die jetzige Ausstellung zur 875-Jahr-Feier betrachtet sieht man, welch enormen Fortschritt er gemacht hat“, sagte Ulla Vaupel, Vorsitzende des Kultur- und Fördervereins bei der Einführung.

Eine Vielzahl von Techniken kommt mittlerweile bei Schünemann zum Einsatz - „er kann sie zwar nicht alle, aber er verwendet sie, hat er mir vorher gesagt“, so Vaupel lachend.

Bevor Weimars Ehrenbürgermeister Karl Krantz einen Überblick über das Schaffen und die Werke Claus Schünemanns gab, rührte Jens Schünemann Publikum und Vater mit einem Liedbeitrag: Er hatte das Lied „Mein Bruder ist ein Maler“ von Udo Jürgens umgedichtet und auf seinen Vater gemünzt. Mit einem schelmischen Lachen setzte er sich ans Klavier, und als er sang „mein Vater ist ein Maler“ staunte auch Claus Schünemann nicht schlecht.

Dessen Werke zeigen Impressionen von und rund um Niederweimar. „Einige Bilder müssen noch warm sein“, sagte Karl Krantz. Denn vor kurzer Zeit sei der Künstler noch auf Motivsuche gewesen.

Schünemann verwendet mittlerweile nicht nur eine Vielzahl von Materialien und Techniken, sondern bedient sich bei seinen Motiven auch unterschiedlicher Stile.

Wie unterschiedlich die so erzielte Wirkung ist, wird beispielsweise beim Blick vom alten Kirchturm deutlich: Einmal arbeitet Schünemann die Details der Fachwerkhäuser geradezu fotorealistisch heraus, dann wiederum kommt das Motiv kubistisch-reduziert daher.

Auch impressionistisch arbeitet Schünemann oder verwendet den Pointillismus ebenso, wie Collagen und mehr.

„In Niederweimar gab es in den vergangenen 40 Jahren eine große Entwicklung. Und die sehen wir auch in diesen Bildern“, erläuterte Karl Krantz. Und fügte an die Zuschauer hinzu: „Ich bin sicher, dass Sie sagen werden: Es hat sich gelohnt.“

von Andreas Schmidt

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