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Neun Jahrtausende der Menschheitsgeschichte

Zeiteninsel Neun Jahrtausende der Menschheitsgeschichte

Brot und Spiele, Ton und Feuer, Schmuck und Schwerter - es gab so viel zu sehen und zu lernen beim Museumstag auf der Zeiteninsel. Auf dem Gelände bei Argenstein reisten die Besucher durch vier Epochen.

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Die Legio Prima Germanica Augusta präsentiert sich den Besuchern in voller Ausstattung.

Quelle: Thorsten Richter

Argenstein. Andreas Leifer ist fürs Wochenende auf der Zeiteninsel in Argenstein in die originalgetreu angefertigte Ausstattung eines Auxiliars aus der Zeit von etwa Christi Geburt geschlüpft. Er trägt ein Schwert, wie Angehörige von Hilfstruppen der römischen Armee es im Kampf brauchten.

Zeiteninsel Argenstein - Markus Loges fertigt Werkzeuge zur Holzbearbeitung. Foto: Thorsten Richter (thr)

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Die handgefertigten Lederschuhe des Hannoveraners würden Unkundige wohl als Römersandalen bezeichen. Richtig heißen sie Caliga, was so viel wie Stiefel bedeutet. „Da konnte man auch mit durch den Fluß marschieren und die Füße waren schnell wieder trocken, weil das Wasser wieder rauslaufen kann“, erzählt Leifer während einer römisch-germanischen Modenschau auf der Zeiteninsel.

Leifer war am Wochenende einer von rund 100 Darstellern, die der Förderverein des Archäologischen Freilichtmuseums Argenstein für den Museumstag engagiert hatte. Römer und Germanen, Menschen, wie sie während der Eisen-, Bonze-, Jung- und Mittelsteinzeit lebten und arbeiteten - kurz: 9000 Jahre Menschheitsgeschichte wurden für die Besucher greifbar gemacht. Die Darsteller hatten ihre Lager aufgeschlagen, backten Eier oder kochten Suppe über offenem Lagerfeuer, bearbeiteten Holz, Ton oder Metall und berichteten jungen und alten Zuhörern, wie es zuging vor 11000 Jahren.

Dr. Andreas Thiedmann vom Vorstand der Zeiteninsel war glücklich über den „wunderbaren Verlauf“. Das Eintrittsgeld war am Sonntag noch nicht ausgezählt, doch nach dem Andrang von zwei Veranstaltungstagen beurteilt, dürften mehrere tausend Besucher auf der Zeiteninsel zu Gast gewesen sein.

von Carina Becker

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