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Neues Tipi für die Waldbienen

Wildwest-Stimmung Neues Tipi für die Waldbienen

Große Freude herrscht im Waldkindergarten bei Roßdorf: Auf dem kleinen Hügel neben dem Bauwagen thront neuerdings ein Tipi. Beim Aufbau halfen die Mitarbeiter der Kreisverwaltung.

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Zahlreiche Erzieher, Eltern, Kinder und Mitarbeiter der Kreisverwaltung halfen beim Aufbau des neuen Tipis des Waldkindergartens in Roßberg.

Quelle: Ina Tannert

Roßberg. Den halben Tag dauerte der Tipi-Bau am vergangenen Freitag, am Nachmittag konnten die Waldbienen ihre brandneue, exotische Unterkunft nach Vorbild nordamerikanischer Ureinwohner ausgiebig einweihen.

Kaum war das Tipi nach dem letzten Sicherheitscheck zum Eintritt freigegeben, strömten kleine und große Waldbienen samt Helfer in das große Leinenzelt und erkundeten ihr Werk von oben bis unten ganz genau. „Da ist toll, es hat total Spaß gemacht“, fand nicht nur Bastian, der schon während des Aufbaus tatkräftig Hand an die Kinderschubkarre gelegt hatte.

Mit vereinten Kräften aufgebaut

Bei der Errichtung des Tipis halfen zahlreiche Mitarbeiter der Kreisverwaltung Marburg-Biedenkopf, die im Rahmen des Kreisfreiwilligentages ganzen Körpereinsatz zeigten. Zusammen mit Erziehern, Eltern und einer ganzen Horde begeisterter Kinder karrten sie stundenlang Hackschnitzeln den Hügel hinauf, ganze 15 Kubikmeter bilden Boden und Grundlage des Tipis. Gemeinsam bugsierte die Bautruppe die massiven Holzstämme durch das unebene Gelände, stellte die Stangen auf und zurrte sie mit Seilen fest. Mit vereinten Kräften konnte die simple wie praktische Konstruktion aufgerichtet und mitsamt wetterfester Leinenhülle befestigt werden.

Das Tipi eignet sich besonders gut als gemütliche Wohnstätte in der freien Natur. Das ovale Rundzelt ist hell, gut belüftet, steht durch die aufgestellten Holzstämme windstabil und bietet mit mehr als sechs Metern im Durchmesser ausreichend Platz. Durch den Rauchabzug in der Decke und flexible Rauchklappen am Dach kann ebenfalls eine Feuerstelle in der Zeltmitte betrieben werden.

Neuer Unterschlupf bei Regen und Sturm

Neben ausgiebigen Cowboy- und Indianer-Spielen, für die das Tipi geradezu prädestiniert ist, werden sich Kinder und Betreuer so einiges einfallen lassen, um das neue Spielzimmer zu nutzen. „Wir sind eigentlich immer draußen, aber wenn es mal regnet oder stürmt, haben wir jetzt einen trockenen Platz“, freute sich Vereinsvorsitzende Careen Knauf. In Zukunft wollen die Waldbienen ihr neues Tipi zum Malen, Geschichten am Lagerfeuer, den täglichen Morgenkreis und allerhand Spiele nutzen, „einfach alles, wofür man ein Dach braucht“. Auch Übernachtungen oder Elternabende im Tipi sind geplant. In den nahen Bauwagen kann sich die Gruppe nämlich nicht zurückziehen, der dient nur als Materiallager und wurde nicht als Aufenthaltsbereich genehmigt.

Das Tipi-Zelt konnte durch Mittel des Waldkindergartens und eine Spende des Lions Clubs Marburg angeschafft werden. „Doch ohne die Kreismitarbeiter würde es so kurz nach der Eröffnung sicher noch nicht stehen, ich freue mich total“, bedankte sich Knauf herzlich für den ehrenamtlichen Einsatz der Helfer.

von Ina Tannert

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