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Neues Fahrzeug mit Leiter ist "unumgänglich"

Freiwillige Feuerwehr Neues Fahrzeug mit Leiter ist "unumgänglich"

Wenn es in einem mehrstöckigen Haus brennt, ist der Einsatz eines Hubrettungsfahrzeuges mit Drehleiter die beste Chance, eingeschlossenen Menschen in den oberen Stockwerken das Leben zu retten.

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Die Freiwillige Feuerwehr Fronhausen hält es für wichtig, ein Eisatzfahrzeug mit Drehleiter zu haben.

Quelle: Mark Adel

Fronhausen. In der Großgemeinde Fronhausen gibt es bereits nach einer „stichprobenartigen Erhebung“ mindestens 70 Wohngebäude, „bei denen eine Rettung der Bewohner aus den oberen Stockwerken nur mit Hilfe eines Hubrettungsfahrzeuges möglich ist“, informierte Fronhausens Gemeindebrandinspektor  Erik Schnabel die Fronhäuser Gemeindevertreter im Vorfeld der Haushaltsberatungen für 2016.  Warum sagte er das?  Weil keines der umliegenden stationierten Hubrettungsfahrzeuge innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Hilfsfrist von  bis zu zehn Minuten nach der Alarmierung in Fronhausen eintreffen kann. „So ist es unumgänglich, ein geeignetes Hubrettungsfahrzeug selbst vorzuhalten“, so Erik Schnabel.

Damit das möglichst schnell geschieht, sagt er zudem: „Für die Drehleiter sollte 2016 unbedingt ein Förderantrag beim Land Hessen gestellt werden, da vom Zeitpunkt der Antragstellung bis zur Auslieferung des Fahrzeuges durchaus mehrere Jahre vergehen können, wie wir bereits beim Einsatzleitwagen gesehen haben.“

Bedarfs- und Entwicklungsplan

Es gibt aber noch mehr zu tun. „In allen fünf Feuerwehrgerätehäusern ist es aufgrund der baulichen Situation nahezu unmöglich, die geltenden Vorschriften einzuhalten.“ Deshalb sei es wichtig, den Neubau am Standort Ost voranzutreiben wie auch die Erweiterung des Gebäudes in Oberwalgern. Kritik übte Schnabel an der Praxis, dass 2013 ein bayerisches Ingenieursbüro damit beauftragt wurde, den Bedarfs- und Entwicklungsplan für den Brandschutz fortzuschreiben, mit der Begründung, dass die Erstellung des Planes durch die Ehrenamtlichen der Feuerwehr zu lange dauere.

Nach zwei Jahren habe Schnabel hingegen nur einen Zwischenbericht vorliegen, der sich mit einer Drehleiter beschäftigt. Die Feuerwehr werde zudem kaum beteiligt. Die Führungskräfte wünschen sich für die Zukunft, dass man in Fronhausen wieder miteinander statt übereinander spricht, so Schnabel.

von Götz Schaub

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