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Neuer Radweg verbindet Dörfer

Lückenschluss Neuer Radweg verbindet Dörfer

Großer Bahnhof für einen kleinen Weg: Auf 850 Metern rücken Heskem und Beltershausen für den Radverkehr dichter zusammen. Der neue Radweg, dessen Bau fast 280.000 Euro kostete, ist fertiggestellt.

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Bahn frei für den Radverkehr: Vom Ortsteil Heskem-Mölln bis nach Beltershausen-Frauenberg gelangen Radfahrer künftig, ohne auf Hauptverkehrsstraßen fahren zu müssen. Dies feierte die Gemeinde Ebsdorfergrund mit ihrem Bürgermeister Andreas Schulz (vorn mit Fahrrad) sowie Vertretern aus der Kommunalpolitik und den am Bau beteiligten Unternehmen.

Quelle: Carina Becker

Beltershausen. Von Heskem-Mölln bis nach Beltershausen-Frauenberg oder andersherum ist es ja eigentlich nur ein Katzensprung. Mit dem Rad konnte die Reise auf der vielbefahrenen Landstraße bislang allerdings recht beschwerlich werden. Diese Zeiten sind vorbei.

„Schön, dass Heskem jetzt angebunden ist an Beltershausen und Frauenberg“, freute sich Heskem-Möllns Ortsvorsteher Bruno Weimar bei der symbolischen Eröffnung des Wegs am Freitag und hob hervor, dass die Radfahrt zur Gesamtschule nunmehr deutlich gefahrloser erfolgen könne. „Für den Schülerverkehr ein großer Vorteil“, befand Weimer, der gemeinsam mit anderen Ortsvorstehern der umliegenden Dörfern und weiteren Vertretern von Gemeindeverwaltung, Kommunalpolitik und einigen Radfahrern zur Verkehrsfreigabe gekommen war.

Jahrelanges "Quengeln" zahlt sich aus

Bürgermeister Andreas Schulz, der sich den lückenlosen Ausbau des Radwegenetzes in Ebsdorfergrund auf die Fahnen geschrieben hat, war glücklich: „Wir haben jahrelang gequengelt und dann hat es endlich geklappt“, sagte er über die Verhandlungen mit dem Land, die dem Bau des neuen Radweges vorausgegangen waren. Letztlich sei es dann schnell gegangen, weil die Gemeinde dem Land viel Arbeit abgenommen habe mit dem Ankauf von Grundstücken, Schaffung des Baurechts und der Vorfinanzierung. Mit einer Förderung vom Land, die aus Bundesmitteln kam, habe es dann schließlich geklappt. Die Förderzusage lag im September 2014 vor - „und schon im Dezember ging es los“, sagte Schulz zu der zügigen Abwicklung. Neben der Organisation des Bauvorhabens leistete die Gemeinde auch einen finanziellen Beitrag: Sie zahlte rund 70.000 Euro der Gesamtkosten von knapp 280000 Euro.

Es sei der elfte Lückenschluss in zehn Jahren, berichtete der Bürgermeister, der bis 2017 auf den vom hessischen Verkehrsminister Tarek Al-Wazir angekündigten Bau eines 3,3 Kilometer langen Radweges an der Landesstraße zwischen Marburg und Ebsdorfergrund setzt. Kostenpunkt: 1,3 Millionen Euro. Schulz wünscht sich, dass in diesem Zuge noch ein Stückchen Radweg zwischen Heskem und Frauenberg ergänzt wird. Die neu entstandene, asphaltierte Trasse für den Radverkehr reißt im Feld kurz vor Frauenberg ab - dann geht es rund 150 Meter lang auf einem Feldweg weiter, bis wieder ein asphaltierter Radweg kommt. „Den Endausbau für dieses kleine Stückchen, den hätten wir dann gern miterledigt“, sagte Schulz.

von Carina Becker

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