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Neue Zufahrt für Rettungswagen zum Seepark

Schnelle Anfahrt Neue Zufahrt für Rettungswagen zum Seepark

Künftig gibt es eine alternative Rettungszufahrt zum Seepark in Niederweimar. Ein eigens geschaffener Weg führt vom B-3- / B-255-Kreisel aus direkt bis zum Freizeitgelände des Seeparks.

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Gemeindebrandinspektor Markus Herrmann (von links), Carsten Schütz, Werksleiter des Kieswerks, Thilo Orgis (Firma Holcim), Bürgermeister Peter Eidam und Lucien Gerkau vom Seepark überzeugten sich von den Vorteilen, die die jetzt zur Verfügung stehende zusätzliche Rettungszufahrt zum Seepark bietet.

Quelle: Götz Schaub

Niederweimar. Alle findigen Schlauberger, die glauben, jetzt einen neuen Schleichweg zum Seepark präsentiert zu bekommen, können es sich getrost sparen, diesen Artikel weiterzulesen, denn der Weg, um den es hier geht, ist ausschließlich nur Rettungsfahrzeugen vorbehalten. Noch zu errichtende Tore und die Umzäunung des gesamten Areals werden sämtlichen anderen Verkehr unmöglich machen. Also noch nicht einmal Mofa- oder Radfahrer werden einen Zugang finden.

Und das ist absolut so gewollt. Denn der neue Weg ist nur für den absoluten Notfall, also für Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr und der Rettungsdienste gedacht. Er führt nämlich mitten durch die Fläche, die nach dem abgeschlossenen Kiesabbau vertragsgetreu rekultiviert, sprich der Natur zurückgegeben wird. Die Gemeinde Weimar war sehr hinterher, dass diese Rettungszufahrt dennoch verwirklicht wird. Und auch die Feuerwehr plädierte besonders dafür, nachdem sie bei zurückliegenden Einsätzen durch wild geparkte Autos jenseits des Parkplatzes beim Seepark ausgebremst worden war oder sich auf dem Seepark-Gelände selbst aufgrund unwilliger Menschen erst mühsam einen Weg zum Einsatzort bahnen musste.

„Das ist eine optimale Lösung“

Lucian Gerkau, Besitzer und Betreiber des Seeparks, ist ebenfalls sehr erfreut, dass diese zusätzliche Möglichkeit nun zur Verfügung steht. Natürlich war dies nur mit Zustimmung der Besitzer und der zuständigen Naturschutzbehörde möglich. Für Thilo Orgis, Diplom-Geograf, Projektmanager Lagerstätten, Genehmigungen, Umweltschutz der Besitzerfirma Holcim, steht der Nutzen für in Not geratene Menschen im Vordergrund. Er signalisierte ganz klar die Zustimmung der Firma. „Das ist eine optimale Lösung“, sagt Weimars Bürgermeister Peter Eidam. Und weiter: „Die Rettungsfahrzeuge können direkt von der B 3 über den Kreisel auf die Zufahrt gelangen.“ Wie die Tore ausgestattet werden, haben Gemeindebrandinspektor Markus Herrmann und Lucian Gerkau bei einem Vorort-Termin schon mal vorbesprochen. Neben der Schlüsselvariante könnte man auch ein Zahlenschloss installieren, dessen Code allen Rettungsdiensten mitgeteilt wird. Von dem Rettungsweg aus sind drei Tore zum See erreichbar. Einmal zum Rundweg, dann zum FKK-Bereich und dann direkt zu den Beach-Volleyballfeldern.

Bis auf die eigens aufgeschüttete und freigeschlagene Zufahrt wird der Rest des Areals komplett sich selbst überlassen beziehungsweise den noch anzusiedelnden Wasserbüffeln. Dazu muss aber dann auch erst einmal der Zaun fertig sein, sagt Orgis. Eidam hätte gerne von Gemeindeseite aus auf der großen Fläche direkt neben der B 3 ein Solarfeld gehabt, aber da sei offenbar keine Verhandlungsbereitschaft bei der Naturschutzbehörde zu erwarten.

von Götz Schaub

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